Um das Jahr 1900 herum war Berlin der größte Bierproduzent Europas. Damals gab es in der Stadt circa 130 Brauereien mit fast doppelt so vielen Standorten. Bis auf ein paar schöne Immobilien ist davon so gut wie nichts geblieben. Und einige von ihnen sind in ihrem ruinösen Zustand nicht mal mehr schön. Aber es gibt immer wieder neue Pläne.

Vor fünf Jahren musste Bürgerbräu im Ortsteil Friedrichshagen schließen, 1869 gegründet, war es eine der ältesten Berliner Brauereien. Nun sollen auf dem Gelände am Müggelsee Wohnungen entstehen.

Allein in Prenzlauer Berg lagen einmal zwanzig Brauereien, auch Kreuzberg war begehrt, die Hügellage erlaubte es den Brauern, an diesen Orten metertiefe Bierkeller anzulegen. Derzeit ist bloß noch ein einziger Großbetrieb aktiv, die Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei in Hohenschönhausen.

Allerdings sind in den letzten Jahren etliche Manufakturen und Kleinbetriebe entstanden, sodass mittlerweile immerhin schon wieder rund 25 Bierbrauereien in der Stadt existieren.