Berlin - Es ist ein wahrlich dreister Coup, über den seit Freitag vor dem Berliner Landgericht verhandelt wird und für den auch zwei Brüder eines polizeibekannten arabischstämmigen Clans auf der Anklagebank sitzen. Es geht um ein Mehrfamilienhaus in der Voigtstraße in Friedrichshain, das eigentlich einem Ehepaar aus Hamburg gehört. Doch seit November 2019 steht eine GmbH als Eigentümerin im Grundbuch. Mit gefälschten Verkaufsunterlagen und Ausweisen soll das Haus ohne Wissen der wahren Eigentümer den Besitzer gewechselt haben. Die mutmaßlichen Betrüger sollen geplant haben, das Gebäude mit einem Wert von mindestens drei Millionen Euro zu ergaunern und gewinnbringend weiterzuverkaufen.

Laut Anklage verabredeten die vier Angeklagten, der 53-jährige Rechtsanwalt Stefan G., der 55-jährige Kaufmann Rainer G., die 36 und 35 Jahre alten Brüder Rabih und Mohamad A.-C. sowie der gesondert verfolgte Steffen F. spätestens Anfang Mai 2019, sich das Haus der knapp 80-jährigen Eigentümer, einer Ärztin und ihrem Mann, zu verschaffen, um es für sechs bis sieben Millionen Euro weiterzuverkaufen. Der Verkaufserlös sollte je zur Hälfte an die Brüder Rabih und Mohamad A.-C. und den Kaufmann Rainer G. gehen. Der Anwalt Stefan G. sollten einen Anteil in unbekannter Höhe erhalten. Steffen F. war durch Rabih und Mohamad A.-C. die Tilgung seiner eine Million Euro hohen Schulden in Aussicht gestellt worden.

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