Als Christopher Lauer am 18. September seine Partei verließ, schien es, als habe einer der bekanntesten und umstrittensten Piraten bundesweit einfach so hingeschmissen. Doch das Datum war nicht zufällig gewählt. Auf den Tag drei Jahre zuvor, am 18. September 2011, waren die Piraten mit einem unerwartet hohen Stimmenanteil von 8,9 Prozent aus den Abgeordnetenhauswahlen hervorgegangen und hatten den Einzug in das erste Landesparlament Deutschlands geschafft. Seitdem ging es eigentlich nur bergab, in Umfragen erreichten die Piraten zuletzt nur noch drei Prozent. Und dann zog sich auch noch Parteichef Lauer aus der Verantwortung.

Doch dieser Schritt war auch das Ergebnis eines Prozesses, die Piraten waren ihm schon lange fremd geworden. „Ich musste erkennen, dass die Partei, für die ich in den letzten fünf Jahren gelebt und gearbeitet hatte, nicht mehr meine Partei war und schlimmer noch, es vielleicht nie gewesen war.“ Das schreibt Lauer in einem Buch, das er mit dem Autor und Blogger Sascha Lobo verfasst hat. „Aufstieg und Niedergang der Piratenpartei“ heißt es und ist seit diesem Montag als E-Book zum Preis von 3,99 Euro bei sobooks.de erhältlich.

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