Bürgerbeteiligung als Alibi-Veranstaltung

Die rot-rot-grüne Koalition hat maßvolle Nachverdichtung und Beteiligung der Bürger bei umstrittenen Bauvorhaben angekündigt – doch das Gegenteil ist der Fall.

Protest gegen Nachverdichtung, am Zaun eines Innenhofs in der Atzpodienstraße in Lichtenberg.<br>
Protest gegen Nachverdichtung, am Zaun eines Innenhofs in der Atzpodienstraße in Lichtenberg.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

Berlin - Berlin braucht dringend neue Wohnungen, vor allem preiswerte. Wichtigster Partner des Senats, um dieses Ziel zu erreichen, sind die landeseigenen Wohnungsunternehmen. Das Problem: Baugrundstücke in kommunaler Hand sind knapp. Die Unternehmen suchen händeringend nach geeigneten Flächen. Zum Beispiel in Innenhöfen, auf Parkplätzen, auf Dächern von Wohnhäusern. Es ist klar, dass Nachverdichtung, wie diese Form des Bauens auch genannt wird, Konflikte mit sich bringt. Denn kein Anwohner tauscht gerne den Blick ins Grüne gegen den Anblick eines Fünf- oder Sechsgeschossers. Deswegen kommt es bei jedem einzelnen Bauprojekt darauf an, mit den Bürgern zu planen, nicht gegen sie. Bei Bauvorhaben der landeseigenen Unternehmen genauso wie bei Genossenschaften und privaten Bauherren.

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