Bürgerbeteiligung in Berlin: Zehn originelle Ideen für die Gestaltung des Tempelhofer Feldes

Dass das Tempelhofer Feld nicht bebaut wird, ist nach dem Volksentscheid im Juni 2014 gewiss. Nun haben sich tausende Berliner im vergangenen Sommer Gedanken darüber gemacht, wie das Tempelhofer Feld in Zukunft aussehen soll. Bis in den Oktober hinein reichten sie ihre  Vorschläge für die Gestaltung der beliebten 300 Hektar großen Freifläche zwischen der Ringbahn und dem Volkspark Hasenheide über eine Webseite ein. An diesem Mittwoch nun wird der daraus resultierende Entwicklungs- und Pflegeplan des Feldes an das Abgeordnetenhaus weitergereicht.

Fest steht bisher, dass es auf dem Feld zusätzliche Sitzgelegenheiten, Toiletten und mehr Schatten-spendende Bäume am Rand des Areals geben soll. Auch neue Sportflächen für zum Beispiel Ballspiele und (Inline-)Skater sowie mehr Gastronomie-Angebote und bessere Informationen über die Geschichte des Ortes sind geplant. Unter den online eingereichten Vorschlägen waren aber auch einige besonders skurrile. Auf diese zehn Ideen muss man erst einmal kommen:

1. Laser Tag in den Katakomben unter dem Feld

Künftig sollen auf dem Tempelhofer Feld mehr Spielmöglichkeiten und -flächen für alle Altersgruppen entstehen. Denkbar sind Spielplätze für Kinder und Schachbretter für Erwachsene. Alles Spielzeug, dem wir in unserer Zeit eigentlich schon weit voraus sind? Ein Bürger wünscht sich, dass die Katakomben unter dem Feld zu einer Lasergame-Indoor-Spielfläche werden. Keine schlechte Idee, um dem stressigen Alltag zu entfliehen.

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2. Eine Trampolin-Anlage

Andersherum könnte man den Alltagsstress natürlich auch in luftiger Höhe vergessen. Unter den Online-Vorschlägen findet sich die Idee, eine Trampolin-Anlage auf dem Tempelhofer Feld zu errichten. Wir würden hier noch gerne einen drauf setzen: Wie wäre es mit einem einzigen gigantischen 300 Hektar großen Trampolin?

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3. Zentrum für elektronische Musik

Keine Frage, Berlin ist eine Elektro-Stadt. Nur allzu gut für ihre Elektro-Szene und zahlreichen Elektro-Clubs bekannt. Warum also nicht gleich ein Zentrum für elektronische Musik am Tempelhofer Feld schaffen? Vorschlagen wird eine Art Elektro-Museum im alten Regenwassersammelbecken, um diesen „wichtigen Teil der zeitgenössischen Kultur zu sammeln, präsentieren und neu zu schaffen“.

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4. Die Sauna, die ihren Strom selbst produziert

Oder wie wäre es - passend zum Beginn der kalten Jahreszeit – mit einem entspannten Saunaabend unter dem Sternenhimmel am Tempelhofer Feld, ganz ohne schlechtem Gewissen? Auf dem Gelände könnte auch eine Öko-Sauna entstehen, die als erste ihrer Art den eigenen Strom produziert.

An Fitnessgeräten soll ein Generator angeschlossen werden, durch den Strom produziert wird. Eine Photovoltaik-Anlage soll den Strom-Verbrauch zusätzlich reduzieren. Mit zweimal schwitzen hat man so gleich zweimal sein schlechtes Gewissen bekämpft. Für Sauna-Liebhaber ein Muss, wie wir finden.

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5. Ein kostenloses Outdoor-Fitnessstudio

Einen gesunden Lebensstil fördert auch der nächste Vorschlag: Wie wäre es, aus dem Tempelhofer Feld ein kostenloses Outdoor-Fitnessstudio zu machen? Ein sportbegeisterter Bürger schlägt vor, dieses Studio unter freiem Himmel mit wetterfesten Geräten, wie zum Beispiel Hanteln und Bänken, auszustatten. Wenn es sein muss, dürften diese auch angekettet werden, damit sie nicht gestohlen würden. Wie die Geräte richtig gehandhabt werden, könnten Tafeln zeigen.

Es soll also ein Fitness-Parcour entstehen, für den sich zahlreiche weitere Bürger aussprechen, nur mit zusätzlichen wetterfesten Fitness-Geräten. Ist das Ganze dann auch noch kostenlos, gibt es für bewegungsfaule Berliner wirklich keine Ausrede mehr.

+++ Lesen Sie im nächsten Abschnitt: Das Tempelhofer Feld als Allergiker-Park, FKK-Bereich oder als riesiger "Wäschetrockner-Salon" +++