Sabine Gerth ist empört. „Wir fühlen uns ausgetrickst“, sagt die Sprecherin der Bürgerinitiative Rettet die Buckower Felder. Rund 5500 gültige Unterschriften hat die Initiative gegen die geplante Bebauung der Freiflächen im Süden Berlins bereits gesammelt. Ein Bürgerentscheid, für den bis zum 28. Januar 2015 insgesamt 7000 gültige Unterschriften benötigt werden, ist schon in greifbarer Nähe.

Doch nun scheint alles vergebens zu sein. Zu einer Abstimmung der Bürger über die Bebauung der Buckower Felder mit Wohnhäusern wird es voraussichtlich nicht kommen. Grund: SPD und CDU haben sich nach Angaben aus Koalitionskreisen darauf verständigt, dass der Senat das Verfahren für das Bauprojekt an sich zieht – aus gesamtstädtischem Interesse. Das hätte zur Folge, dass nicht mehr der Bezirk über das Vorhaben entscheidet, sondern das Abgeordnetenhaus. „Damit wird das Bürgerbegehren ausgehebelt“, kritisiert Oliver Wiedemann, Sprecher des Landesverbandes Mehr Demokratie.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.