Ach, die Verantwortung ... Bürohund Arthur an seinem Arbeitsplatz. 
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponizak

BerlinZwitschern Kolleginnen und Kollegen plötzlich in hoher Stimmlage  und knien nieder, dann vor unserem Büro-Hund. Der wird viel geknuddelt und gekrault. Arthur heißt der Mops unserer Herzen. Manche nennen ihn aber auch „Mäuschen“. Der kleine Hund hat einen großen Charakter, bleibt stets cool, völlig egal, wie heftig wir Menschen über Schlagzeilen und Fotoauswahl diskutieren. Seine gelassene Haltung unseren Widrigkeiten gegenüber ist fürwahr eine königliche. Doch den Vorschlag, ihn mit „Sir“ anzusprechen, lehnte er rundweg ab. Jedwede Arroganz ist Arthur fremd. Sein Stammbaum  mag noch so illuster sein, seine Vorfahren noch so preisgekrönt, seine Wilmersdorfer Residenz noch so weltmännisch ausgestattet: Er ist ein ganz Bodenständiger, passend zu seinem Geburtsort Alt-Mariendorf.

Ob in der Hierarchie ganz weit oben, jung oder alt, jedem Menschen macht Arthur per freundlichem Blick und Schnuppern unverbindliche Kennenlern-Angebote. Kaum kann man sich ihm verweigern, für einige Streicheleinheiten ist immer Zeit. Gerade in ernsten Konferenzen entschleunigt das auch die gestressten Menschen. Der Hund ist gut für die seelische Gesundheit!

Ein stoischer Kollege - außer wenn es ums Essen geht

Will der oder die Angewedelte sich nicht mit Arthur beschäftigen, ficht den das nicht an. Selbstbewusst verfolgt er seine eigenen Ziele: Schlafen ist ohnehin viel wichtiger. Kommt er morgens, lässt er sich eine weiche Lammfellmatte ausrollen. Darauf schnarcht er dann so laut, dass der komplette Großraum mithört und beruhigt grinst. Hauptsache, dem Tier geht es gut!

Damit erfüllt Arthur die Stellenplanbeschreibung für seinen Job als Fachmann für Social Relations – also für soziale Beziehungen. Auch als Vorbild. Er zeigt uns, dass man nichts übel nehmen darf und auch verzeihen können muss, um die angenehme beschwingende Arbeitsatmosphäre zu sichern. Einmal trat eine Kollegin unüberlegt den Rückwärtsgang an, Arthur schnupperte gerade an ihren Schuhabsätzen. Die trafen ihn an der Schnauze. Das irritierte ihn nur kurz, ein hohes Quieken, dann trollte er sich unbeschwert davon.

Nur etwas mag Arthur überhaupt nicht, Unpünktlichkeit. Lässt das frühabendliche Dinner (feinstes Pferdefleisch vom Fachhandel) auf sich warten, jault er schon mal kurz und hoch „Hunger“, trippelt dabei aufgeregt in Richtung Napf. Zu empfehlen ist so ein Bürohund jedem Team. Um das durchzusetzen, nehme man Kontakt zum Bundesverband Bürohund e. V. auf. Der behauptet – und wir schließen uns an: Hunde sichern den Unternehmenserfolg.