Berlin - Der Bund hält trotz andauernder Wohnungsknappheit in Berlin an einem überschaubaren Neubauprogramm in der Hauptstadt fest. Von den bundesweit geplanten 3000 Wohnungen bis Ende 2024 sollen nach aktuellem Planungsstand „bis zu rund 850 Wohnungen in Berlin“ errichtet werden. Das geht aus einer Antwort der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium Bettina Hagedorn auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch (Linke) hervor. Auf längere Sicht ist demnach in Berlin auf bundeseigenen Grundstücken der Bau von bis zu 2700 Wohnungen denkbar.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die die neuen Unterkünfte „als Beitrag zur Wohnraumoffensive der Bundesregierung“ errichten will, geht laut Hagedorn davon aus, auf ihren Liegenschaften bundesweit insgesamt 6000 bis 8000 Wohnungen bauen zu können. Bisher hat die BImA allerdings lediglich 50 Wohnungen fertiggestellt, davon noch keine in Berlin – „insbesondere wegen der planungsrechtlichen Vorläufe“, wie es heißt. Zum Vergleich: Zum Stichtag 30. Juni 2020 waren rund 40.800 Beschäftigte des Bundes in Berlin gemeldet. Die Zahl der bundeseigenen Wohnungen in der Hauptstadt belief sich bis 2020 jedoch nur auf knapp 5000. Mit Stand vom 15. September 2020 verfügte der Bund darüber hinaus über Belegungsrechte für 2782 Wohnungen in der Stadt. Zur Versorgung der Bundesbeschäftigten reicht das schon rein rechnerisch nicht aus.

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