Koblenz/Berlin - Bundesarchiv-Präsident Michael Hollmann kann sich auf Dauer einen Verbleib der Stasi-Akten an ihrem jetzigen Ort in Berlin vorstellen - als neue Außenstelle seiner Behörde. Derzeit liegen die meisten Akten in der deutschen Hauptstadt in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Deren Bestand ist nur bis 2019 gesetzlich gesichert. Eine Expertenkommission soll bis zum Frühjahr 2016 Vorschläge für ihre Zukunft erarbeiten. Hollmann betonte, er wolle dem keinesfalls vorgreifen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur vor dem 25. Jahrestag der deutschen Einheit am Samstag aber auch: «Warum sollten die Stasi-Akten nicht langfristig ins Bundesarchiv überführt werden - und trotzdem weiter in Berlin und mehreren anderen Städten bleiben?» (dpa)