BerlinDie Bundespolizei setzt von diesem Montag an probeweise an drei Standorten sogenannte Taser ein - unter anderem am Berliner Ostbahnhof. Es soll getestet werden, ob die Distanz-Elektroimpuls-Geräte in Situationen eingesetzt werden können, «in denen andere Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffen im Hinblick auf eine sichere oder angemessene Lagebewältigung nicht geeignet oder zulässig sind», hatte das Bundespolizeipräsidium mitgeteilt. Die 30 Geräte sollen neben dem Berliner Ostbahnhof auch in Frankfurt am Main und Kaiserslautern genutzt werden.

Mit dem Distanz-Elektroimpulsgerät (DEIG) sollen Polizisten einen Angreifer auf Distanz halten können - ohne das Risiko einer tödlichen Verletzung wie bei der Schusswaffe. Aus einer Distanz von zwei bis fünf Metern schießt der Polizist mit Draht verbundene Pfeile ab. Für den Betroffenen ist das schmerzhaft. Der Pfeil dringt einen Zentimeter tief in die Haut und gibt einen schwachen Stromimpuls ab. Der Strom wirkt sich auf Nerven und Muskeln aus, was für die Dauer von Sekunden völlige Handlungsunfähigkeit bewirkt.