Frank-Walter Steinmeier mit Ehefrau Elke Büdenbender beim Bundespresseball 2019.
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Das gesellschaftliche Top-Ereignis der Berliner Ballsaison, der Bundespresseball, findet in diesem Jahr coronabedingt nicht statt. „Nach gründlichen Überlegungen hat sich der Vorstand der Bundespressekonferenz entschieden, den Bundespresseball in diesem Jahr abzusagen. Wir bedauern das sehr“, teilten die Veranstalter mit.

„In Zeiten der Corona-Pandemie würde der Ball selbst bei fortschreitenden Lockerungen unter einem Masken- und Abstandsgebot stehen, da ein Impfstoff nicht absehbar ist“, hieß es weiter. „Ein ausgelassenes Beisammensein mit Musik und Tanz, vielen Begegnungen und anregenden Gesprächen wäre damit unmöglich. Gleichzeitig fühlen wir uns als Veranstalter für die Gesundheit unserer Gäste verantwortlich. Wir sehen daher zu einer Absage keine Alternative.“

Der Preis der Bundespressekonferenz wird allerdings trotzdem verliehen. In diesem Jahr werden stellvertretend für das Team des Corona-Podcasts des NDR die Moderatorinnen und Wissenschaftsjournalistinnen Korinna Hennig und Katharina Mahrenholtz geehrt. „Seit Anfang des Jahres interviewen die Kolleginnen in wöchentlichen Folgen den Virologen Christian Drosten und leisten damit einen wichtigen Beitrag, die Pandemie sowie deren Folgen zu verstehen und einzuordnen. Sie erhalten diesen Preis aber auch stellvertretend für all die Wissenschaftsjournalistin­nen und -journalisten, die trotz ihrer wertvollen Arbeit in den Redaktionen nicht den Stellenwert genießen, der ihnen gebührt“, hieß es.

Der Bundespresseball wird seit 1951 jährlich von der Bundespressekonferenz (BPK), einem Verein der in Berlin und Bonn tätigen Journalisten, veranstaltet. Er fand zuletzt im Hotel Adlon in Berlin statt. Regelmäßig kommen dort bis zu 2500 hochrangige Vertreter aus Medien, Wirtschaft, Politik und Kultur zusammen. Der Bundespräsident eröffnet den Ball traditionell mit einem Walzer - gemeinsam mit der Ehefrau des Vorsitzenden der Bundespressekonferenz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) blieb der Veranstaltung stets  fern.