Der Youtube-Rapper Kazim Akboga ist tot. Der Erfinder des Werbesongs „Is mir egal“ der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat sich das Leben genommen. Sein Management bestätigte den Tod des Sängers auf dessen Facebook-Seite.

„Es ist letzte Woche passiert, wir und die Eltern stehen unter Schock”, sagte seine Managerin May-Brit Stabel. Der Vater habe den Tod bestätigt, die Familie bitte um Respekt und wolle in Ruhe gelassen werden.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Akboga unter psychischen Problemen gelitten haben und deswegen im Krankenhaus behandelt worden sein. Bereits Ende Januar veröffentlichte der Künstler auf seinem Facebook-Account ein Video, aus dem Fans auf einen möglicherweise verwirrten Zustand schlossen.

Kazim Akboga hatte Ende des Jahres 2015 mit seinem Hit als verkleideter U-Bahn-Kontrolleur Bekanntheit erlangt. Der Song war Teil der Kampagne "Weil wir dich lieben" der BVG. Ein Nachfolge-Clip mit Akboga war nach Angaben der BVG bisher nicht geplant. Mit der Original-Version des Liedes, deren Text „Keine Arbeit, is mir egal, zweite Mahnung, is mir egal“ lautete, war Akboga zuvor bei "Deutschland sucht den Superstar" vor Dieter Bohlen aufgetreten. 

Der in Schweinfurt geborene Akboga war im Jahr 2013 wegen eines Jobs in einer Werbeagentur nach Berlin gezogen. Zuvor hatte er eine Ausbildung zum Texter gemacht. Beim Treffen im Jahr 2015 sagte er der Berliner Zeitung: „Das war der Wahnsinn, immer auf Anschlag, nachts durcharbeiten, das Tempo war mir einfach zu hoch." Bereits nach wenigen Wochen kündigte er die Stelle wieder.

BVG-Chefin Sigrid Nikutta erklärte: „Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie und seinen Freunden. Wir haben Kazim als kreativen und humorvollen Menschen kennen und schätzen gelernt. Als einen, der einfach zu uns und unserer Stadt passte.“

Kazim Akboga wurde 34 Jahre alt. 

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund ist die hohe Nachahmerquote. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen konnten.