In Berlin werden immer mehr Straftaten registriert. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nahm die Polizei 268.051 Fälle auf. Das war eine Zunahme von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Senats-Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Benedikt Lux antwortete.

Mehr Drogendelikte, mehr Schwarzfahrer

Deutlich stiegen demnach sogenannte Kontrolldelikte – um knapp fünf Punkte auf 17,3 Prozent. Das sind solche Taten, die erst durch Kontrollen entdeckt werden – etwa Drogendelikte oder Schwarzfahren. Aufklärungsquoten wurden nicht genannt.

Die Zunahme der Straftaten, die durch Kontrollen ans Licht kommen, geht vor allem auf verstärkte Strafanzeigen der BVG zurück. Das Unternehmen soll demnach mit rund 17.500 Anzeigen wegen Fahrens ohne Ticket knapp sechsmal mehr als im Vorjahreszeitraum gestellt haben.

Ein Grund für die Zunahme sei auch die technische Umstellung der Computertechnik innerhalb der BVG. Dabei seien viele Anzeigen zunächst nicht bearbeitet und an die Polizei weitergeleitet worden, hieß es bei der BVG. Das sei in diesem Jahr nachgeholt worden. Nach Angaben der BVG sind täglich 110 Kontrolleure unterwegs. (BLZ)