+++ 19:00 Uhr: Warnstreik bei der BVG beendet Berlin: Der Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist am Samstagabend nach rund 15 Stunden beendet worden. Seit Betriebsbeginn um 4.00 Uhr waren keine Busse, U- und Straßenbahnen gefahren. Lediglich einige private Buslinien waren im Auftrag der BVG unterwegs. Die S-Bahn war von dem Ausstand nicht betroffen. Gegen 19.00 Uhr lief der Verkehr langsam wieder an. Die BVG rechnete nach Angaben einer Sprecherin damit, dass er erst nach etwa zwei Stunden fahrplanmäßig rollt. Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft ver.di aufgerufen, die damit den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen erhöhen wollte. Sollte es bei der nächsten Runde am Montag zu keiner Annäherung kommen, sind weitere Arbeitsniederlegungen nicht ausgeschlossen.

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+++ 17:37 Uhr: Olympiastadion: Das Spiel ist vorbei. hertha hat 0:1 gegen die Borussia aus Dortmund verloren. Die Bahnsteige am S-Bahnhof Olympiastadion füllen sich. Die Fans beider Mannschaften strömen auf die Bahnsteige. Die Bahn hat Personal in leuchtend orangefarbenden Sicherheitswesten an den Zugängen platziert. Sie leiten die Fußballfans mit Absperrbändern zur jeweils bereitstehenden S-Bahn. (juli)

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+++ 16:03: Die Fußballfans haben sich auf dem Weg zur Erstligapartie Hertha BSC gegen Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion offenbar nicht vom Streik im Nahverkehr stören lassen. „Wir hatten eine problemlose Anfahrt der Fans“, sagte ein Polizeisprecher. Die Dortmund-Anhänger seien früh am Stadion gewesen, es habe keine Zusammenstöße mit Berliner Fans gegeben. „Es liegen keine außergewöhnlichen Meldungen vor“, sagte auch ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die S-Bahn hatte wie gewohnt einen Sonderverkehr zum Spiel angeboten - mit fünf Zügen in 20 Minuten. Die U-Bahnen sowie Busse fuhren aufgrund des Streiks der Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe nicht.(dpa)

+++ 15:00 Uhr: Während es am Potsdamer Platz, bisher ein entspannter Samstag zu sein scheint, wird es am S-Bahnhof Jungfernheide immer enger: Die Reisenden vom Flughafen Tegel treffen am S-Bahnhof Jungfernheide auf Fußball-Fans. Dadurch werden die Züge immer voller. Ab Westkreuz Richtung Olympiastadion drängeln sich Fahrgäste auf dem Bahnsteig. In den Zügen in Richtung Olympiastadion wird es beklemmend eng. (ab)

+++ 14:38 Uhr: Auf der Heerstraße stadtauswärts herrscht zur Zeit Stop-and-Go. Offenbar fahren viel Fußball Fans mit dem Auto zum Bundesligaspiel. Am Straßenrand sind aber auch Fangruppen zu Fuß unterwegs. Viele Fans lassen sich mit dem Taxi vors Stadion bringen. (juli)

+++ 14:25 Uhr: Berlin, Hauptbahnhof: Die Ruhe vor dem Sturm? Vereinzelt stehen Hertha und Borussia Dortmund Fans in der Eingangshalle und warten friedlich auf die S-Bahn in Richtung Olympiastadion. Die S-Bahnen scheinen nicht übermäßig gefüllt zu sein. Vor dem Hauptbahnhof stehen ausreichend Taxen zur Verfügung. (tk)

+++ 14:20 Uhr: Bis zum Mittag blieb die Lage in der Stadt trotz Streiks weitgehend ruhig. Die S-Bahnen waren nicht überfüllt, Staus auf den Straßen gab es auch nicht. „Im Moment ist wirklich Ruhe. Wir haben alles im Griff“, sagte Detlev Freutel vom Taxi Verband Berlin Brandenburg. Seine Fahrer hätten zwar gut zu tun, aber nicht außergewöhnlich viel. „Es ist ja Samstag, kein voller Arbeitstag.“
Die BVG bestätigte, dass weder U- noch Straßenbahnen oder Busse fuhren. „Der Zubringer zum Flughafen Tegel funktioniert gut, man muss aber erst einmal zur Jungfernheide kommen“, sagte Sprecherin Petra Reetz. Auch der Pendelverkehr zwischen den Stationen Lichtenberg und Frankfurter Allee fahre problemlos.

Zeitweilige Schwierigkeiten gab es gegen Mittag bei der S-Bahn aufgrund einer Oberleitungsstörung in Rummelsburg. Die Regionalbahnen seien zwischen 11.05 Uhr und 12.00 Uhr über Gesundbrunnen und Lichtenberg umgeleitet worden, sagte ein Sprecher. Die S-Bahn der Linie 3 sei aus Sicherheitsgründen unterbrochen gewesen. Insgesamt sei aber „alles im Rahmen“ geblieben.

Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit für die rund 12 000 Mitarbeiter der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport ist für den kommenden Montag geplant. Ob die Arbeitgeber ein neues Angebot vorlegen, wollte eine KAV-Sprecherin zunächst nicht sagen.(dpa)

+++ 13:44 Uhr: Dany Capoley fährt den Shuttle Bus vom S-Bahnhof Jungfernheide zum Flughafen Tegel. Der Busfahrer des Unternehmens Hartmann hat sich vor diesem Dienst gegruselt: "Aber die Leute sind total happy und locker. Niemand schimpft. Das hab ich mir viel schlimmer vorgestellt."(ab)

+++ 13:30 Uhr: Ein italienisches Touristenpärchen steht an einem Berliner U-Bahnhof, die Stadtpläne in den grauen Himmel gereckt, die Gesichter ratlos. Die U-Bahn fährt nicht, was nun? Nicht alle Touristen und Berliner haben rechtzeitig vom Warnstreik der U-Bahn-, Bus- und Tramfahrer erfahren. Frustration auf allen Seiten: bei Streikenden, Berlinern, Touristen, Fußball- und Berlinale-Fans. Das befürchtete Chaos in der Hauptstadt bleibt bisher am Samstag trotzdem aus.(dpa)

+++ 13:24 Uhr: Ringbahn S42: Es ist noch immer kein Gedränge, aber die ersten Borussia Dortmund und Hertha Fans machen sich auf den Weg ins Stadion. Immer öfter sieht man die weiß blau und gelb schwarz. Der Shuttle-Bus von Jungfernheide zum Flughafen Tegel ist nicht richtig ausgeschildert, man muss ein wenig suchen. (ab)

+++ 12:06 Uhr: Ist das doch etwa ein ganz normaler Samstag in Berlin? Ein Taxifahrer am Potsdamer Platz wartet auf Kundschaft und sagt: "Ich merke gar keinen Unterschied zu sonst". Ebenso entspannt äußern sich eine Gruppe von Berlinale-Mitarbeitern. Sie haben sich gut auf den Streik eingestellt: Einige haben das Fahrrad wieder auf Vordermann gebracht und sind zur Arbeit geradelt, andere mit der S-Bahn gefahren. Die Potsdamer Platz Arkaden füllen sich langsam. Eine Mitarbeiterin der Arkaden-Information sagt: "Der Streik ist hier kein Thema, bei mir hat sich noch keiner beschwert".

+++ 11:46 Uhr: Langsam erwacht Berlin! Auf den Straßen rund um den Alexanderplatz sind immer mehr Autos unterwegs. Auch am S-Bahnhof Potsdamer Platz ist neben dem Berlinale Publikum und Touristen einiges los. Eine Verkäuferin der Backstube Heidebrot im S-Bahnhof sagt: "Bei uns läuft es viel besser als sonst. Es fahren viel mehr Leute mit der S-Bahn." Dennoch sind die S-Bahnen bisher nicht überfüllt, zumindest gibt es kein Gedränge in der S1. In den Potsdamer Platz Arkaden ist hingegen "ein ganz normaler Samstag". Dies bestätigen Verkäufer der Textileinzelhandelsunternehmens H&M. Ganz ruhig ist es am S-Bahnhof Wannsee. Dort stehen fünf Taxen . Ein Taxi-Fahrer sagt: "Bisher bin ich enttäuscht vom BVG-Streik. Ich hab mir mehr Aufträge davon versprochen." (ab)

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+++ 10:35 Uhr: Am Vormittag bleibt es weitgehend ruhig. „Wir rechnen auch nicht mit einem Verkehrschaos“, sagt ein Polizeisprecher. Bis zum Nachmittag werde es allerdings sicher etwas voller auf den Straßen als an anderen Samstagen. Vor allem Touristen, das Berlinale-Publikum sowie Zehntausende Fußballfans, die beim Spiel von Bundesligist Hertha BSC gegen Tabellenführer Dortmund (15.30 Uhr) dabei sein wollen, müssen sich auf Behinderungen einstellen.
Immerhin: Zum Flughafen Tegel hat die BVG einen Bus-Notverkehr eingerichtet, ansonsten bleiben für viele nur die Alternativen Auto, Fahrrad oder die Berliner S-Bahn.

Hier die aktuelle Verkehrsvorschau Berlin: "Der S-Bahnverkehr ist durch den Streik nicht betroffen. Fahrgäste auf den Linien S5, S7 und S75 beachten bitte die Einschränkungen im Bereich Ostkreuz. Um die Verbindungen auf diesen Strecken sicherzustellen, ist ein Busshuttleverkehr zwischen den Stationen Lichtenberg und Rummelsburg eingerichtet. Hier haben Sie mit der Linie S3 Anschluss in die Innenstadt. Zur Unterstützung richtet die BVG zusätzlich einen Shuttleverkehr ein, der vom S-Bahnhof Lichtenberg zum S-Bahnhof Frankfurter Allee fährt. Weiterhin ist ein Pendelverkehr zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof eingerichtet.

Verkehrsteilnehmer mit Fahrtziel Flughafen Tegel können mit der S-Bahn zur Station Jungfernheide anreisen (Ringbahn S41/S42). Von der Haltestelle Tegeler Weg/S Jungfernheide fährt ein Busshuttle direkt zum Flughafen. Die Busse fahren nach Bedarf im 5-Minuten-Takt.

Verkehrsteilnehmer mit Fahrtziel Flughafen Schönefeld nutzen bitte die S-Bahnlinien S45 und S9 sowie die Regionallinien RE7, RB14, RB22."

Straßenverkehr: Aktuell sind auf den Autobahnen und Einfallstraßen im Stadtgebiet keine Behinderungen gemeldet.

Die S-Bahn Berlin meldet:

S5 ,S7, S75: Zwischen Lichtenberg und Rummelsburg ist ein Ersatzverkehr mit Bussen (SEV) eingerichtet. Zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof fährt die S-Bahn im Pendelverkehr. Fahrgäste benutzen bitte ab Lichtenberg den Ersatzverkehr nach Rummelsburg und steigen in die Linie S3 um. Alternativ nutzen Sie bitte den Bus-Shuttleverkehr von S-Bahnhof Lichtenberg zum S-Bahnhof Frankfurter Allee. Die Linie S75 ist zwischen Lichtenberg und Friedrichstraße eingestellt. Bitte weichen Sie ab Ostbahnhof auf die Linien S5 und S7 aus. Die Arbeiten dauern durchgängig bis Montag, ca. 01:30 Uhr an.

Weitere Informationen zum S-Bahn-Verkehr erhalten Sie im Internet unter

www.s-bahn-berlin.de  und am S-Bahn-Kundentelefon unter (030) 29 74 33 33.

+++ 9:10 Uhr: Busse, U-Bahnen und Trams stehen still. Auch per Taxi gibt es keine Garantie, ein Ziel zum gewünschten Zeitpunkt zu erreichen. "Wir nehmen noch Bestellungen entgegen. Aber ob wir dann auch einen Wagen frei haben, können wir niemandem versprechen", sagt eine Mitarbeiterin in der Funkzentrale von Taxi Berlin (202020). "Das ist heute ein Tag wie Weihnachten und Neujahr zusammen." (ab)

+++ 8:30 Uhr: Guten Morgen, Berlin! Die meisten Berliner scheinen noch zu schlafen, denn auf den Straßen um den Alexanderplatz sieht man kaum Menschen. Und viele Autos sind auf den Straßen auch nicht zu sehen. Seit dem frühen Samstagmorgen fahren in Berlin keine Busse, U- und Straßenbahnen mehr. Um 4.00 Uhr traten die Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in einen 15-stündigen Warnstreik. „Die letzten Nachtbusse“ seien jetzt in den Busbahnhof eingefahren, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann auf dpa-Anfrage.

Nach Angaben der BVG sind bis 19.00 Uhr rund 1,8 Millionen Fahrgäste von dem Ausstand betroffen, darunter auch Touristen, das Berlinale-Publikum sowie Zehntausende Fußballfans. Am Nachmittag (15.30 Uhr) trifft Bundesligist Hertha BSC im Olympiastadion auf den Tabellenführer aus Dortmund. Zum Flughafen Tegel hat die BVG einen Bus-Notverkehr eingerichtet, ansonsten bleiben für viele nur die Alternativen Auto, Fahrrad oder die Berliner S-Bahn. Die Bahn-Tochter ist nicht von dem Streik betroffen. Ein Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat am frühen Samstagmorgen den Bus-, U- und Straßenbahnverkehr in der Hauptstadt lahmgelegt. Seit 4.00 Uhr sind nach Angaben der Gewerkschaft ver.di rund 5.000 BVG-Beschäftigte der Früh- und Mittagsschicht in den Ausstand getreten, um ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde zu bekräftigen. Lediglich einige private Buslinien fuhren im Auftrag der BVG.

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Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di, Lothar Andres, zeigte sich mit dem Streikbeginn zufrieden. Der Ausstand sei „gut angelaufen“, sagte er der Nachrichtenagentur dapd. Sollte der Kommunale Arbeitgeberverband KAV bei den nächsten Tarifverhandlungen am Montag ver.di nicht deutlich entgegenkommen, werde es weitere Streiks geben. Die Positionen der Tarifparteien lägen „noch weit auseinander“.

Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft zuletzt ein Angebot von 5,1 Prozent bis 2015 unterbreitet. Die BVG-Spitze kritisierte den Warnstreik als überzogen.
Am Montag werden die Verhandlungen fortgesetzt - die Tarifpartner sind allerdings noch weit voneinander entfernt.

Die S-Bahn ist von dem Ausstand, der bis 19.00 Uhr dauert, nicht betroffen. (axz mit dpa)