BVG Streik Liveticker: Infos zum Warnstreik bei U-Bahn, Bus, Straßenbahn am 15.02.2019 - Die S-Bahn sorgte für Entlastung - Berliner blieben erstaunlich cool und schwingten sich auf's Fahrrad

Verfolgen Sie die Entwicklungen vom BVG-Streiktag:

Freitag, den 15. Februar 2019

13.50 Uhr: Auch der Flughafen-Bus fährt wieder

12:50 Uhr: Busse und Bahnen rollen wieder an:

12:15 Uhr: Der Warnstreik ist offiziell beendet!

Nach dem Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben nehmen Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen den Betrieb wieder auf. Nach gut acht Stunden sei der Ausstand beendet, sagte ein Verdi-Sprecher am Freitagmittag. Die Gewerkschaft wartet nun auf ein Angebot der Arbeitgeberseite im laufenden Tarifkonflikt. Nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kann der Verkehr nach dem Warnstreik noch einige Stunden unregelmäßig sein.

12:10 Uhr: Berliner stehen in der Schlange - vor den U-Bahnhöfen:

11:40 Uhr: Deutsche-Bahn-Sprecher bilanziert:

Trotz des Warnstreiks ist am Freitagmorgen ein größeres Verkehrschaos vor allem bei der Berliner S-Bahn ausgeblieben. Zwar sind durch die Warnstreiks mehr Fahrgäste als gewöhnlich auf die S-Bahn umgestiegen, jedoch gab es keine Probleme mit überfüllten Zügen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn AG sagte. Die S-Bahnen fahren planmäßig und weitgehend pünktlich, hieß es. Nach Bahn-Angaben wurden ab 5.30 Uhr wie angekündigt auf den Linien S1 und S5 rund 50 zusätzliche Fahrten angeboten.

11:27 Uhr: Flughafengesellschaft riet, zu laufen:

Zwar schickte die Flughafengesellschaft vier Pendelbusse zur nächsten Ringbahn-Station, riet jedoch gleichzeitig: „Alternativ bitte den Fußweg nutzen.“ Der nur ist nicht gerade kurz: 3,1 Kilometer, heißt es in der Passagierinformation. Macht 38 Minuten laufen. Die meisten Passagiere kommen deshalb gewöhnlich mit Bussen oder Taxis.

10:50 Uhr: Verdi droht mit weiteren Streiks:

Die Gewerkschaft Verdi hat mit einem weiteren Warnstreik gedroht. In der nächsten Runde der Tarifverhandlungen müsse ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber auf den Tisch, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am Freitag bei der Kundgebung vor der BVG-Zentrale. „Sonst müssen wir die nächsten Schritte machen.“ Arndt kritisierte, im Bundesvergleich liege der Tarif für die 14.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport an vorletzter Stelle. 

10:40 Uhr: Am Freitagmorgen wählten viele Berliner das Fahrrad oder das Auto:

10:15 Uhr: Am Potsdamer Platz ist es ruhig:

"Ich bin einfach das Stück gelaufen", meint Berlinale-Mitarbeiterin Sophia Lattermann (23). Sie ist von der Urbanstraße bis zum Potsdamer Platz gelaufen. Sie findet den Streik ungünstig. Am Potsdamer Platz ist es derweil sehr ruhig. Jeder weiß wo er hin muss, hat sich einen Weg rausgesucht. Viele Berliner sind auch nicht wirklich vom Streik betroffen, da sie nur mit der S-Bahn fahren müssen. 

9:50 Uhr: Dieser Bus-Fahrer wollte nur zum Bäcker:

9:40 Uhr: Not-Shuttlestrecke zum Flughafen Tegel eingerichtet

9:28 Uhr: Humor am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen:

9:23 Uhr: Stau auf der Leipziger Straße:

9:18 Uhr: Erste große Reise für den Sohn:

Michaela Klatt steht etwas verloren am Bahnhof Zoo. Heute soll es von Tegel aus nach London gehen, es ist die erste große Reise für Klatts dreijährigen Sohn. Dafür sind sie seit heute morgen um 7 Uhr mit der Bahn unterwegs. Am Zoo geht's erstmal nicht weiter, Klatt ist trotzdem entspannt. Sie hat genug Zeit eingeplant und findet den Streik gut: "Ich bin IG Metall-Mitglied, wenn's was bringt, dann ist das doch super", sagt sie. Weiter geht's für sie mit dem Taxi. 

9:07 Uhr: Autostaus beginnen:

Auch wenn der Autoverkehr Unter den Linden ansonsten auch kein Zuckerschlecken ist, könnte es den ein oder anderen Autofahrer vielleicht stören, dass er nicht auf ein BVG-Gefährt ausweichen konnte.

8:54 Uhr: BVG-Mann: „Die U-Bahnen krümeln uns weg”

Thomas Jerzynski wundert sich nicht darüber, dass die Streikbereitschaft bei der BVG groß ist. Die Stimmung sei schlecht, bestätigt der stellvertretende Vorsitzende des BVG-Gesamtpersonalrats. „Der Fuhrpark ist überaltert, die U-Bahnen krümeln uns weg“, sagt er. 

8:52 Uhr: Verhandlungsführer droht mit längerem Streik:

Anders als die BVG es darstellt, gab es bei der zweiten Verhandlungsrunde am Montag laut Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt auch keine Offerte zur schrittweisen Senkung der Wochenarbeitszeit. „Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, könne es in dem Tarifkonflikt „ganz schnell zu einer Eskalation kommen“, warnt der Arndt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der nächste Warnstreik bei der BVG länger als achteinhalb Stunden dauert - und dass die Vorwarnzeit kürzer als vier Tage ausfallen wird.  

8:31 Uhr: Erhöhtes Fahrrad-Aufkommen?

Laut Jens Blankennagel sind die Nextbike-Stände im Friedrichshain an einem gewöhnlichen Wintermorgen deutlich befüllter. „Bei vielen Berlinern sind die Fahrräder wegen ihrer schieren Masse ziemlich unbeliebt”, so Jens. Heute scheint es jene nicht zu stören. 

8:22 Uhr: Mehrere hundert Verdi-Streiker

Vor der BVG-Hauptverwaltung Holzmarktstraße haben sich mittlerweile mehrere hundert Verdi-Mitglieder versammelt - mehrere tausend sollen es werden.

8:20 Uhr: Julian ist wieder Live:

8:15 Uhr: Bianca (51): „Es ist leerer als sonst”

8:05 Uhr: Nanu, erst drei Fahrten für Tom:

Seit fünf Uhr ist Tom Hirschmüller in seinem Taxi unterwegs. Bisher hatte er aber erst drei Fahrten. 33 Jahre lang fährt er schon Taxi in Berlin, Streiks bei den Öffis hat er schon viele mitgemacht. So ruhig aber sei's noch nie gewesen. "Nicht mehr los als normalerweise", sagt er. Die Leute seien gut vorbereitet. "Für uns ist das natürlich enttäuschend." 

7:57 Uhr: Gratis-Rikscha gefällig?

Fahrrad-Taxi-Fahrer Alec (21) und Brian (30) sind seit 7 Uhr am Bahnhof Zoo sowie am Alex. „Wir fahren gratis bis 10 Uhr. Bis jetzt wird es noch mäßig angenommen, aber später werden wir bestimmt gut zu tun haben.” 

7:50 Uhr: Was ist denn hier los?

Scheint, als würden nicht alle stehen gebliebenen BVG-Kunden auf die S-Bahn umsteigen. Am Zoo herrscht entspannte Stimmung.

7:45 Uhr: Taxi statt Bus:

7:40 Uhr: Nicht alle Berliner sind erzürnt:

7:35 Uhr: Am Südende und Westhafen geht's:

Kaum Gedränge, in der S-Bahn sind noch viele Plätze frei. Gelassene Atmosphäre. 

7:30 Uhr: Alle streiken mit:

Seit 2.15 Uhr ist Verdi-Sprecher Andreas Splanemann in Berlin unterwegs. „Trotz mehrfacher Aufrufe der BVG-Geschäftsführung zum Streikbruch waren keine Streikbrecher-Aktivitäten zu beobachten.“ Gegen 12:00 Uhr wird der Warnstreik beendet, danach wird sich der Betrieb „schrittweise wieder normalisieren“, so Splanemann.

7:24 Uhr: Sarah P. hat Verständnis für den Streik

Sarah P. (34):  „Ich musste heute vom Strausberger Platz zum Alex laufen um zur Arbeit zu kommen. Grundsätzlich kann ich den Streik verstehen, aber wenn ich es mit mir als Krankenschwester vergleiche, finde ich es etwas frustrierend.“

7:15 Uhr: Die Retter in Rot:

Die Berliner S-Bahn hat heute extra viele Mitarbeiter auf den Gleisen am Alex positioniert, Streckenexperten in orangefarbenen Westen. Sie erklären Verzweifelten die Alternativen. Manchmal können aber auch sie wenig ausrichten. „Zum Flughafen Tegel?”, fragen zwei junge Israelis mit Koffern. „Bis Jungfernheide fahren - und ab da 40 Minuten laufen.” 

7:08 Uhr: Julian ist live am Alex:

6:58 Uhr: Flughafen Tegel hat sich vorbereitet:

„Noch ist alles ruhig“, sagt DanielTolksdorf, Sprecher der Flughafengesellschaft FBB. „Aber das dürfte sich gegen 9 Uhr ändern.“ Weil TXL während des Warnstreiks nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, hat die FBB vier Reisebusse gechartert. Sie pendeln unablässig zwischen dem S- und U-Bahnhof Jungfernheide und dem Flughafen Tegel, um die Busse der BVG zu ersetzen. 

6:53 Uhr: Die S-Bahn muss regeln!

Am Ostkreuz tummeln sich die Menschen am Bahngleis. Das Wettrennen um einen Sitz- oder Stehplatz beginnt. Wegen dem Verdi-Warnstreik bei der BVG muss die S-Bahn mehr Menschen von A nach B bringen als sonst an einem Freitagmorgen.

6:33 Uhr: Fred (38) wusste von nichts

Es gibt sie, die Leute, die noch gar nichts vom Streik gehört haben. Fred (38) hat eine lange Partynacht hinter sich, er hat seinen 38. Geburtstag gefeiert. Jetzt steht er pizzaessend vor verschlossenen Gittern am U-Bahnhof Alexanderplatz. Er habe vor fünf Tagen sein Handy verloren und seitdem nur noch wenig Nachrichten gelesen. Wie er jetzt nach Hause kommen will? "Fliegend", sagt er.

6:22 Uhr: Guten Morgen, liebe Berliner!

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die BVG fährt bis um 12 Uhr nicht. Die Gewerkschaft Verdi hat die 14000 BVG-Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Greift euch das Fahrrad, bestellt ein Taxi oder lauft einfach mal. Einen schönen Start in den Tag!

3:34 Uhr: Tauschen Sie sich auf Facebook aus!

3:33 Uhr: Hilfe für den Streik-Tag

Kostenloses E-Paper: Heute gibt es das E-Paper der Berliner Zeitung mit allen Infos zum Ausstand kostenlos.

Gratis-Fahrradstunde: Der Fahrradvermieter Nextbike bietet den Leserinnen und Lesern der Berliner Zeitung am Freitag zweimal eine halbe Stunde seine Räder kostenfrei an.

Fahrgemeinschaften: In der Facebook-Gruppe „Der BVG-Warnstreik in Berlin“ der Berliner Zeitung kann man sich zu Fahrgemeinschaften verabreden.   

3:32 Uhr: Diese Buslinien sind in Betrieb

Einige Buslinien sind am Freitag in Betrieb, da bei den Subunternehmern der BVG nicht gestreikt wird.

Folgende Linien fahren komplett: 106, 161, 162, 163, 168, 175, 179, 218, 234, 263, 275, 320, 322, 334, 341, 349, 363, 365, 371, 373, 399

Folgende Linien fahren mit leichten Einschränkungen: 112, 140, 184, 283, 284, 370 und 893

In Betrieb sind außerdem die BVG-Fährlinien.

3:31 Uhr: S-Bahnen und Regionalzüge fahren

Die S-Bahnen fahren, da diese zur Deutschen Bahn gehören. Die S-Bahn will sogar zusätzliche Züge einsetzen. Ebenso sind die Regionalzüge unterwegs. Man muss jedoch damit rechnen, dass die Bahnen überfüllt sind, also besser mehr Zeit einplanen!

Lesen Sie hier: Darf ich wegen eines Streiks im Nahverkehr zu spät zur Arbeit kommen?

3:30 Uhr: Betriebsbeginn - Ab sofort wird bei der BVG gestreikt

U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren ab jetzt bis 12 Uhr nicht mehr. Auch nach Streikende soll es laut BVG noch zu massiven Einschränkungen kommen.

2:48 Uhr: Unser Kommentar zum BVG-Streik

2:45 Uhr: Der Berlkönig fährt

Das Sammeltaxi der BVG, der Berlkönig, fährt heute trotz des Streiks. Allerdings kann  es zu längeren Wartezeiten kommen, heißt es in der App.