Die Chancen stehen gut, dass die Buslinie TXL bald wieder zum Alexanderplatz verkehrt. „Noch gibt es keine genauen Termine, aber wenn alles gut läuft, dann könnte es Anfang Oktober klappen“, teilte Petra Reetz, die Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), am Donnerstag mit. Auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung äußerte sich zuversichtlich. „Die Arbeitsgruppe zur Linie TXL hat gut gearbeitet“, sagte Martin Pallgen, Sprecher von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD). Er kündigte an, dass weitere Buslinien beschleunigt werden: „Wir arbeiten an einer Taskforce Beschleunigung.“

Staus, Demos, Baustellen, fehlende Busspuren, ungünstige Ampelschaltungen: Dieser fatale Mix hatte den Betrieb auf der stark frequentierten Buslinie zum Flughafen Tegel immer wieder gestört. Als die Verkehrslenkung wegen einer Baustelle die Verkürzung der Busspur Unter den Linden anordnete, ohne Bescheid zu sagen, kapitulierte die BVG. Seit dem 4. Juli wird der Abschnitt Alexanderplatz – Hauptbahnhof nicht mehr vom TXL-Bus befahren, alle Fahrten beginnen und enden nun am Invalidenpark.

Haltestellen werden vor Falschparkern geschützt

Als Reaktion rief die Senatsverwaltung die „Taskforce Buslinie TXL“ ins Leben, in der die Verkehrslenkung als obere Straßenverkehrsbehörde und die BVG Verbesserungen erarbeiten sollten. Mit Erfolg: „Die Akteure haben sich auf ein Maßnahmenpaket verständigt, durch das auf der Linie in Kürze wieder ein stabiler Betriebsablauf hergestellt werden kann“, so Pallgen.

Busspuren werden markiert, Ampelschaltungen angepasst. Haltestellen bekommen vorgezogene „Kaps“ – damit sie nicht mehr zugeparkt werden können. Zudem sei vorgesehen, dass auf der Linie TXL alle sechs Minuten ein Bus fährt. In den nächsten Wochen sollen die wichtigsten Maßnahmen umgesetzt werden: „Direkt im Anschluss soll die Linie TXL wieder zum Alexanderplatz verkehren.“ Anfang Oktober wäre es möglich – frühestens.