Berlin - Ein bisschen wirkt die Stelle, an der Lorenz Becker seinen Campingstuhl aufgestellt hat, wie ein Platz an der einstigen Berliner Mauer. Hinter ihm steht eine hohe Betonwand, bunt bemalt mit Graffiti, und Becker sieht davor klein und etwas verloren aus. Becker, 75, blinzelt in die Sonne, streckt die Beine aus. Unter seinen Sohlen knirscht der Kies. Zwischen den hellen Steinchen lugt ein wenig Gras hervor. Das leise, stete Rauschen, das zu hören ist, mutet an wie der Wellengang des Meeres. Allerdings ist hier weit und breit kein Wasser. 

Dort, wo Becker sitzt, steht noch nicht einmal ein Baum, der Schatten spenden und dessen Blätter im Wind rauschen könnten. Es ist Donnerstagvormittag, Becker hat Zeit, und so klappt er das Buch auf, das er gerade liest. „Kälte, Wind und Freiheit“ des einstigen Extremsportlers Robert Peroni ist eines der wenigen Exemplare, das er als Papierausgabe und nicht in digitaler Form besitzt. „Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, der muss platzsparend denken“, sagt er. Jedes Buch sei eines zu viel.

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