Berlins Alternativ-Stadtteil Kreuzberg ging schon immer eigene Wege. Ob vor Jahren im Umgang mit Haubesetzern, im Vorgehen gegen die Krawalle am 1. Mai, bei der Tolerierung von Flüchtlingen in Schulgebäuden oder aktuell in der Drogenpolitik. Der von den Grünen geführte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will einen sogenannten Coffeeshop, also eine legale und staatlich kontrollierte Verkaufsstelle für Haschisch und Marihuana, einrichten.

Während die Grünen auf Bundesebene am Freitag ein Gesetz für eine kontrollierte Freigabe von Cannabis im Bundestag einbrachten, planen sie in Kreuzberg schon seit Jahren ein eigenes Vorgehen auf kommunaler Ebene. In diesem Jahr soll der Antrag für einen Modellversuch mit „kontrollierter und lizenzierter Abgabe von Cannabisprodukten“ beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn gestellt werden. Damit wollen die Kommunalpolitiker den massiven Drogenhandel rund um den Görlitzer Park nahe der früheren Mauer zurückdrängen.

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