Berlin - Der Durchbruch ist noch nicht in Sicht. Doch die Chancen, dass die zweite Bahnstrecke zwischen Berlin und Potsdam wiederbelebt wird, sind gestiegen. Zu dieser Einschätzung ist Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn (DB) für Berlin, gekommen. Mit dem Bund werde unter dem Stichwort Deutschland-Takt über Verbesserungen des Fernverkehrs gesprochen, sagte er. Dabei gehe es auch um Magdeburg–Berlin. Heute stehe dafür innerstädtisch nur eine Trasse zur Verfügung: die Stadtbahn über Bahnhof Zoo. „Die Stadtbahn ist jedoch überlastet. Darum gerät eine weitere Strecke ins Blickfeld – die Stammbahn.“

Stammbahn: So heißt die erste Bahnlinie in dieser Region. 1838 setzten sich zwischen Berlin und Potsdam erstmals Züge in Bewegung. „Kann mir keine große Glückseligkeit vorstellen, ob man einige Minuten in Potsdam früher ankommt oder nicht!“ Dieser unwirsche Satz wurde König Friedrich Wilhelm III. zugeschrieben. Doch sein Sohn, Kronprinz Friedrich Wilhelm IV., konterte: „Diesen Karren, der durch die Welt rollt, hält kein Menschenarm mehr auf.“ So kam es: Die Strecke wurde zur Stammbahn des preußischen Bahnnetzes.

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