Das Schlagzeug wird schneller, die Trommelschläge werden härter. Auf der Bühne steht ein Mann mit blauem Jackett, Vollbart und Mikro in der Hand. Er grinst. „Ihr wollt wissen, warum man mich Dr. Volkanikman nennt?“ Die Band setzt ein. Dr. Volkanikman springt wild über die Bühne und grölt mehr, als dass er singt, über Liebe und Frieden. Die Erklärung für den akademischen Titel folgt an das Publikum im Badehaus Szimpla: „Ich bin Doktor, kein Scherz!“

Drei Tage später sitzt Dr. Volkan Aykac, so sein bürgerlicher Name, in einem Café am Bundesplatz in Wilmersdorf – seinem Kiez, in dem er seit seiner Geburt vor 32 Jahren lebt. Das Jackett hat er gegen ein hellblaues Hemd getauscht. Hinter der stilvollen weißen Brille sind dunkle Augenringe zu erkennen. „Könnt ihr die bitte wegretouchieren“, scherzt Aykac, „ich komme gerade aus einer 24-Stunden-Schicht und konnte da kein Auge zu machen“. Er arbeitet am Virchow-Klinikum der Charité. Dort absolviert er seine Facharztausbildung als Internist mit Schwerpunkt Geriatrie.

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