Berlin - Mehrere Stunden lang hat am Freitag in Charlottenburg eine Lagerhalle gebrannt. Aus ungeklärter Ursache war am Mittag an der Gaußstraße 7 ein Großhandelslager in Brand geraten. Das Feuer erstreckte sich über eine Fläche von rund 500 Quadratmetern. 125 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Großbrand zu löschen.

Die Feuerwehr hatte die Lage eigenen Angaben zufolge erst am Abend unter Kontrolle. Zwei Mitarbeiter des Warenlagers wurden in ein Krankenhaus gebracht. Sie sollen nur leicht verletzt sein.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst kompliziert. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.

Weil die Hydranten nicht genügend Wasser hergaben, forderte die Feuerwehr ein Löschboot an, um vom Charlottenburger Verbindungskanal aus eine zusätzliche Wasserversorgung herzustellen. Ein Radlader der Polizei musste ein Loch in eine der Hallenwände brechen, um den Feuerwehrleuten das Löschen zu erleichtern. Wegen des starken Rauchs, der durch den Wind immer wieder heruntergedrückt wurde, setzte die Feuerwehr einen Luftgüte-Messwagen ein. „Wir konnten keine erhöhten Belastungen feststellen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Für die Anwohner bestand deshalb keine erhöhte Gefährdung.“

Was in der Halle gelagert wurde, darüber gab es unterschiedliche Darstellungen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr soll es sich um Verpackungsmaterial handeln. Ein Zeuge sagte dagegen, es handele sich um ein Lager für orientalische Lebensmittel. Mitarbeiter hätten noch versucht, in letzter Minute mit Hilfe eines Gabelstaplers Kisten aus der Halle in Sicherheit zu bringen, bis sie von Feuerwehrleuten dazu aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen.

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