Im Tomatenbeet wuchern die Pflanzen, sie tragen dicke Trauben von hellroten Früchten. Daneben wachsen Kohlrabis, unter Sträuchern lümmeln Gartenzwerge. Günter Knüppel (68) und seine Lebensgefährtin Krystyna Maciejewska (59), beide Pensionäre, sind fast jeden Tag auf ihrer 300-Quadratmeter-Parzelle in der Kolonie Oeynhausen in Schmargendorf. „Es ist idyllisch hier“, sagt der frühere Handwerker Knüppel. Doch die Idylle ist bedroht.

Denn die Groth-Gruppe will auf dem Kleingartengelände an der Friedrichshaller Straße 700 noble Wohnungen bauen. Die Fläche hatte die Post im Jahr 2008 für rund 650 000 Euro an den Finanzinvestor Lorac veräußert. Groth soll von diesem die Fläche für 35 Millionen Euro erworben haben, heißt es. Doch das Geld fließt erst, wenn Baurecht geschaffen ist. Wann das sein wird, ist unklar – denn die Kleingärtner kämpfen heftig um ihre Scholle. Nicht nur in Berlin sind sie damit bekanntgeworden, sogar die britische Zeitung Guardian hat Anfang August darüber geschrieben.

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