Im Streit um die Bebauung des Checkpoint Charlie werden immer mehr kritische Stimmen laut: Der IT-Unternehmer Boris Bonczyk hat nun die Online-Initiative „Checkpoint Charlie erhalten“ gegründet, wozu eine umfangreiche Recherche in der Berliner Zeitung vom 9. Juli den Anstoß gab. Bonczyk geht es darum, Informationen zu sammeln, Kritikern eine Plattform zur Vernetzung zu geben und eine öffentliche Debatte anzustoßen.

„Was mich stört, ist, dass der Ablauf des Verfahrens mich an den rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien zweifeln lässt“, sagt Bonczyk. Die Berliner Zeitung hatte über das undurchsichtige Planungsverfahren und geheime Absprachen mit dem Investor Trockland berichtet; auch Grüne, CDU und FDP haben die Verwaltung scharf kritisiert.

Initiative fordert Offenlegung der Verträge

Boris Bonczyk, 55 Jahre alt, lebt in Reinickendorf, er ist studierter Bauingenieur. „Ich beobachte schon länger, dass freie Flächen oft nicht im Interesse der Öffentlichkeit und Stadtentwicklung bebaut werden, sondern nach Profitinteresse. Es fehlt am erforderlichen Gespür für die Stadt“, sagt er.

Gerade bei einem so bedeutsamen Ort sollte dies jedoch umgekehrt sein. Zu den Forderungen der Initiative zählen eine Offenlegung der Verträge mit Trockland, ein Architektenwettbewerb und die Wahrnehmung des Vorkaufsrechts durch das Land.

Mehr Informationen unter: https://checkpointcharlieerhalten.de