BerlinIm Roten Rathaus gelten sie als „wichtige Aktivposten“: Unternehmen, die dem Land Berlin selbst gehören oder an denen es beteiligt ist. Sie sichern den Nahverkehr und die Wasserversorgung, bauen Wohnungen und veranstalten Messen. 55 Firmen sind es insgesamt, die Palette reicht vom Kleinbetrieb mit nicht einmal zehn Beschäftigten bis zu Großunternehmen wie der BVG mit nahezu 15.000 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten sie einen Gesamtumsatz von mehr als 8,8 Milliarden Euro, also mehr als doppelt so viel wie das gesamte Berliner Baugewerbe umsetzte. „Das Geschäftsjahr 2019 war erfolgreich“, wird Finanzsenator Matthias Kollatz im aktuellen Beteiligungsbericht zitiert.

Tatsächlich erzielten aber nur 42 der 55 Berliner Beteiligungsunternehmen ein positives oder ausgeglichenes Ergebnis. Die 2012 rekommunalisierten Berliner Wasserbetriebe wiesen mit 191,5 Millionen Euro den höchsten Gewinn aus. Die Wohnungsbaugesellschaften Howoge und Degewo fuhren zusammen über 130 Millionen Euro ein, während die in den roten Zahlen operierenden Unternehmen von der Berliner Flughafengesellschaft angeführt wurden. Schon vor Corona lag man dort laut Beteiligungsbericht mit 95,8 Millionen Euro im Minus. Immerhin war die Bilanz unter dem Strich positiv. Der Finanzsenator verweist auf einen Gesamtüberschuss von 436 Millionen Euro. Allerdings hatten die Beteiligungsunternehmen im Jahr 2018 noch einen Überschuss von 654 Millionen Euro ausgewiesen.

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