Mit Schaum vorm Maul könnte man den Streit führen, ob die Beuth Hochschule für Technik Berlin den Namen Christian Peter Beuths behalten oder ablegen soll. Die Schule hat sich für den mühsamen, sachlichen Weg entschieden und gibt allen anderen Konflikten um Namensgebung und Umbenennung ein Vorbild. So bot sie jetzt mit einem zweitägigen Symposium zum Thema „Beuth in seiner Zeit“ die Chance, wichtiges Hintergrundwissen zu erwerben – über Preußen und die Befreiungskriege, die Juden-Emanzipation, den Modernisierungsstreit zwischen jüdischen Aufklärern und Verteidigern alter Sitten – und natürlich über die Figur Beuth. Ein faszinierender Mann: großer Wirtschaftsreformer, Begründer des deutschen Ingenieurwesens, der das Ständische überwinden, allen Schichten Bildungszugang – gebührenfrei – verschaffen wollte. Und zugleich einen rigiden Antisemitismus vertrat.

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