Während der große Christopher Street Day (CSD) am 23. Juli durch Berlin zieht, legt Kreuzberg bereits an diesem Samstag, 25. Juni, vor: Ab 16 Uhr demonstriert die alternative Szene zwischen Kottbusser Tor, Görlitzer Bahnhof und Schönleinstraße für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transgender und andersgeschlechtlichen Menschen.

Der alternative CSD steht unter dem Motto "Yalla auf die Straße - queer bleibt radikal". Konkret wenden sich die Organisatoren, ein loses Bündnis verschiedener Berliner Institutionen wie dem SO36 oder dem Südblock, gegen Rassismus, Homophobie und die Diskriminierung von Andersliebenden. Aber auch die Verdrängung aus Kreuzberg und der Umgang mit Geflüchteten sollen bei der Demonstration thematisiert werden.

Abschluss am Heinrichplatz

Die Demonstration beginnt um 16 Uhr. Die Route verläuft über Waldemarstraße, Manteuffelstraße, Wiener Straße, Ohlauer Straße, Bürknerstraße und Kottbusser Tor zum Heinrichplatz. Im Anschluss gibt es ab etwa 18 Uhr bis Mitternacht eine Abschlusskundgebung und ein Bühnenprogramm am Heinrichplatz und auf der Oranienstraße.

„Kreuzberger CSD” wird zum "X*CSD"

Einen alternativen Christopher Street Day gibt es in Kreuzberg seit 1998. Dieser hieß bisher „Kreuzberger CSD”, lange auch „Transgenialer CSD”. Seit diesem Jahr nennt sich die Demonstration "X*CSD", um deutlich zu machen, "dass es sich um eine vielfältige, aktuelle, politische Demonstration handelt, die von und für queere Menschen aus aller Welt gemacht wird und in Kreuzberg („X-Berg“) stattfindet", wie die Organisatoren in ihrem Aufruf mitteilen.

Der X*CSD richte sich an diejenigen,  die sich beim „großen CSD“ nicht gut repräsentiert fühlen. Nationalfahnen, Partei- und Produktwerbung sind nicht erwünscht. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 4000 Teilnehmer.