Berlin - Mit einer großen Straßenparade durch Berlin wollen Schwule und Lesben an diesem Samstag (22.6.) für mehr Toleranz in der Gesellschaft werben. Zum traditionellen Christopher Street Day (CSD)werden wieder rund eine halbe Million Zuschauer erwartet. Das Motto des Umzugs lautet diesmal „Schluss mit Sonntagsreden“. Zu den CSD-Forderungen gehören eine rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien, eine Trennung von Kirche und Staat sowie ein Ende jeglicher gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Das bunte Spektakel bewegt sich zum 35. Mal durch die Hauptstadt - und war lange nicht mehr so politisch. Die CDU, im Land Berlin Regierungspartei, darf in diesem Jahr mit keinem eigenen Wagen mitfahren. Wegen ihres Kurses bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben waren die Christdemokraten im Vorfeld von den Veranstaltern vom Umzug ausgeschlossen worden. Die Entscheidung hatte parteiübergreifend Kritik ausgelöst, auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) distanzierte sich.

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