Um den diesjährigen Christopher Street Day am 21. Juni ist ein Streit zwischen den Organisatoren und der Politik entbrannt. So soll der Festumzug für die Gleichberechtigung von Homosexuellen nach einem Beschluss des Veranstalters CSD e.V. in Stonewall Parade umbenannt werden. Dagegen protestieren die lesbisch-schwulen Arbeitsgemeinschaften von SPD, CDU, Grünen und Liberalen in einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief. Der Beschluss sei „kurzfristig und nur formal eingebracht und abgestimmt worden, ohne die Community und die beteiligten Vereine, Verbände und Parteien einzubeziehen“. Ein kleines Gremium habe über die Namensänderung einer Veranstaltung des Gemeinguts entschieden, mit der sich Hunderttausende identifizieren.

„Dieser offene Brief unterschiedlicher Parteien sollte für die Vereinsmitglieder ein Warnhinweis sein“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit der Berliner Zeitung. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten müsste eine machtvolle Demonstration für die gleichen Rechte Homosexueller sein. Daher sollten alle Beteiligten noch einmal darüber diskutieren, ob eine Umbenennung die richtige Entscheidung sei, sagte Klaus Wowereit.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.