00.01 Uhr: Immer mehr Menschen verlassen das Myfest. Die Veranstaltung kommt zu einem ruhigen Ende.

23.30 Uhr: Weitere Einheiten fahren in die Unterkünfte.

23.24 Uhr: Rangeleien und Pöbeleien sind die Ausnahme auf dem Myfest. Die Menschen feiern friedlich. Die Polizei zeigt Präsenz, indem sie in kleinen Gruppen über das Fest streifen.

23.12 Uhr: Polizisten in Zivil laufen von der Ritterstraße zum Lausitzer Platz. Dabei schauen sie nach, ob Pflastersteine gelockert sind oder ob bei den beschädigten Gebäuden äußerer Polizeischutz nötig ist. Das betrifft eine Tankstelle, eine Kaisersfiliale, zwei Sparkassen sowie eine Tankstelle. Zusätzlicher Polizeischutz für die Gebäude ist nicht nötig.

23.10 Uhr: Vor allem schwarz gekleidete Demonstranten rennen nach den Attacken immer wieder zurück und versuchen, sich unter die Feiernden des Myfestes zu mischen. Die Polizei hat den Platz am Kottbusser Tor mit Fahrzeugen und Einsatzkräften abgeriegelt. Störer werden gezielt aus der Menge gegriffen und abgeführt. Auch Vermummte nimmt die Polizei fest.

23.08 Uhr: Es kommt zu Rangeleien zwischen Jugendlichen und Polizisten. Die Polizisten werden mit Flaschen beworfen. Ein Beamter sprüht einem Jugendlichen Pfefferspray ins Gesicht, nachdem er von ihm beschimpft wurde.

22.55 Uhr: Eine Einsatzsonderschaft der Polizei marschiert über die Adalbertstraße auf die Oranienstraße. Sie wurde von dort aus mit Steinen beworfen.

22.50 Uhr: Verstärkt verlassen Menschen die Feier am Mariannenplatz. Zur selben zeit werden die ersten Polizeieinheiten entlassen.

22.42 Uhr: Auf dem Myfest ist es ruhig. Die Polizei sichert die Zugänge zu dem Areal rund um die Oranienstraße. Sie lässt die Teilnehmer nur vereinzelt durch. Die Menschen feiern und tanzen.

22.30 Uhr: Bei dem Einsatz vor dem Jüdischen Museum ist die Polizei 125 mal mit Steinen getroffen worden. das ergibt eine erste Auswertung. Zahlen über festnahmen werden nicht bekannt.

22.15 Uhr: Auf dem Myfest feiern 23.000 Besucher friedlich. Es kommt zu kleineren Rangeleien zwischen Besuchern. Die Polizei hält sich zurück.

22.02 Uhr: Die Polizeieinheiten analysieren ihre Einsatzfähigkeit. Dann sind sie in Kreuzberg und in Mitte verstärkt auf Streife.

21.50 Uhr: Immer wieder werden Polizisten von Passanten beschimpft, beleidigt und auch angegriffen. Sie zögern nicht lange und nehmen die Leute fest.

21.48 Uhr: Die Leute laufen in Richtung Myfest. Die Polizei lässt ihre Verletzten behandeln. Zwei sind auf dem Weg in Krankenhäuser. Die meisten verletzten Beamten bleiben im Dienst. Auch Demonstranten werden in Kliniken transportiert. Für die Feuerwehr ist Nacht ruhig.

21.45 Uhr: Die Polizei sperrt den südlichen Bereich der Lindenstraße. Die Demonstranten kommen nicht zurück auf die Oranienstraße. Es kommt zu Wortgefechten zwischen Demonstranten und Polizisten. Der Grünen-Politiker Christian Ströbele ergreift das Wort und redet auf die Polizisten ein: "Die Menschen müssen doch durch. Das geht doch nicht."

21.20 Uhr: Die Teilnehmer der Demonstration ziehen recht schnell ab. Das Areal in der Lindenstraße leert sich mehr und mehr. Nur noch einige wenige hundert Menschen befinden sich in der Lindenstraße. Die Polizei ruft die restlichen Verbliebenen auf, die Versammlung zu verlassen. Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch wird den Demonstranten vorgeworfen. "Entfernen Sie sich unverzüglich", ruft der Beamte über eine Lautsprecheranlage. Böller fliegen. Die meisten Demonstranten gehen zurück zum Myfest.

21.08 Uhr: Vor dem Springer-Hochhaus stehen Räumpanzer. Vereinzelt werden verletzte Demonstranten und Polizisten hinter die von der Polizei aufgestellten Barrieren gebracht.

21.02 Uhr: Der Veranstalter ruft über eine Lautsprecheranlage die Teilnehmer der Demonstration auf, zurück auf das Myfest nach Kreuzberg zu gehen.

20.56 Uhr: Die Demonstration ist abgebrochen. Der Veranstalter legt die Verantwortung nieder. Die Polizei löst die Versammlung wegen Gewaltausschreitungen auf. Eine Mülltonne vor dem Jüdischen Museum brennt.

20.52 Uhr: In der Lindenstraße auf der Höhe des Jüdischen Museums fliegen massenhaft Steine und Flaschen. Die Demo scheint ihr Ende erreicht zu haben. Der Zug bewegt sich nicht mehr weiter.

20.44 Uhr: Die Scheiben eines U-Bahnzuges werden zerstört. Die Polizei schließt nicht aus, dass es Demonstranten waren.

20.42 Uhr: An der Lindenstraße/ Ecke Markgrafenstraße drängt die Polizei die Demonstranten zurück. Die Beamten versprühen Pfefferspray.

20.33 Uhr: Mitarbeiter des Springerverlages werden mit Böllern beworfen und Pyrotechnik beschossen.

20.31 Uhr. Die Polizei nimmt mehrere Männer wegen Vermummung fest.