Wir berichten für Sie aus Berlin. Alle bundesweiten Sturmauswirkungen lesen Sie hier.

0.20 Uhr: Wir verabschieden uns für heute. Kommen Sie gut durch die Nacht!

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0.15 Uhr: Der Orkan hat ein viertes Todesopfer in Deutschland gefordert. Eine 39-jährige Frau ist bei Dietramszell im bayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in ihrem Auto von zwei umstürzenden Bäumen erschlagen worden.

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0.00 Uhr: Der Ausnahmezustand gilt weiterhin für Berlin, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun, die Folgen des Orkans zu beseitigen. Erst wenn sie wieder ihre reguläre Arbeit aufnehmen kann, wird die Feuerwehr den Ausnahmezustand aufheben.

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23.30 Uhr: Der Regional-und Fernverkehr bleibt aufgrund des Sturms weiterhin unterbrochen. Bei der Berliner S-Bahn kommt es zu folgenden Einschränkungen:

S 2: Zugverkehr zwischen Marienfelde und Lichtenrade unterbrochen, ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet
S 5: Zugverkehr zwischen Olympiastadion und Spandau unterbrochen, bitte zwischen Charlottenburg und Spandau die U 7 nutzen
S 7: Zugverkehr zwischen Westkreuz und Wannsee unterbrochen, bitte Umfahrung mit S 41/42, S 45, S 46 über Schöneberg und Linie S 1 nutzen
S 9: verkehrt nur zwischen Blankenburg und Bernau

Die aktuellen Meldungen der S-Bahn finden Sie hier.

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23.00 Uhr: Die Berliner Feuerwehr meldet für Dienstag rund 900 wetterbedingte Einsätze. Neben der Berufsfeuerwehr wurden 400 Einsatzkräfte freiwilliger Feuerwehren alarmiert.

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22.45 Uhr: Auch die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) streckt die Waffen. Die RE2 (Cottbus-Wittenberge-Berlin-Lübbenau-Cottbus) ist dicht, auf der RE4 (Rathenow-Berlin-Ludwigsfelde) ist das Tempo verringert worden.

Hier eine Übersicht der betroffenen ODEG-Linien:

RE2 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
RE4 > Fahrt mit stark reduzierter Geschwindigkeit
RB13 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
RB14 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
RB33 > Fahrt mit stark reduzierter Geschwindigkeit
RB46 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
RB51 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
OE60V > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich
OE65 > kein Verkehr mehr möglich, kein Ersatzverkehr möglich

Aktuelle Informationen der ODEG finden Sie hier.

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21.38 Uhr: Seit 20 Uhr ist der gesamte Regional- und Fernverkehr in Berlin aus Sicherheitsgründen eingestellt worden. Für die gestrandeten Fahrgäste hat die Deutsche Bahn im Berliner Hauptbahnhof auf Gleis 1 einen ICE bereitgestellt, in dem sich Passagiere aufhalten können.

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21.21 Uhr: Bisher gibt es in Berlin vier Verletzte: Ein Mann wurde am Platz der Vereinten Nationen in Friedrichshain von einem umstürzenden Baum getroffen, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Die Schwere seiner Verletzung war zunächst unbekannt. In Charlottenburg wurde eine Frau am Reichweindamm ebenfalls von einem Baum getroffen und an der Schulter verletzt, wie der Sprecher weiter mitteilte. Am Ernst-Reuter-Platz verletzte sich eine ältere Frau leicht, als sie von einer Windböe umgestoßen wurde. Auch in der Seestraße in Wedding kippte ein Baum um. Dabei erlitt ein Fußgänger leichte Verletzungen.

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20.57 Uhr: In der Nähe des S-Bahnhofs Köpenick hat der Betreiber eines Kebab-Geschäfts die Allwetterplane vor seinem Imbiss mit großen Steinen beschwert. Die Straßenbahn kommt pünktlich. Ansonsten scheint auch alles weitere seinen gewohnten Gang zu gehen.

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20.48 Uhr: Hier kommen noch mal Verkehrseinschränkungen der S-Bahn in der Übersicht:

Auf dem Ring S41 und S42 kommt es zu Zugausfällen und Verspätungen. Auch im Fernverkehr kommt es zu Einschränkungen.

Die Linien S5 und S75 verkehren im 20-Minutentakt. Die Linie S85 verkehrt nicht.

Wegen eines Feuerwehreinsatzes im Bereich Hohen Neuendorf ist der Zugverkehr der Linie S1 zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Wegen eines Feuerwehreinsatzes in Buckower Chaussee ist der Zugverkehr der Linie S2 zwischen Lichtenrade und Marienfelde unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Wegen eines Feuerwehreinsatzes in Grünauer Kreuz ist der Zugverkehr der Linien S45 und S9 zwischen Adlershof und Flughafen Schönefeld unterbrochen. Bitte nutzen Sie zur weiträumigen Umfahrung die Verkehrsmittel der BVG.

Wegen eines Feuerwehreinsatzes im Bereich Pichelsberg ist der Zugverkehr der Linie S5 zwischen Olympiastadion und Spandau unterbrochen. Fahrgäste nutzen bitte zur weiträumigen Umfahrung die Verkehrsmittel der BVG.

Wegen eines Feuerwehreinsatzes ist der Zugverkehr der Linie S7 zwischen Westkreuz und Wannsee unterbrochen. Fahrgäste nutzen bitte zwischen Westkreuz und Schöneberg die Linien S41/S42, S45 und S46 sowie zwischen Schöneberg und Wannsee die Linie S1.

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20.42 Uhr: In Kreuzberg am Görlitzer Park zieht Niklas grad vorbei. Die Bäume wackeln. Nur wenige Menschen durchqueren den Park. Ein paar sind mit dem Fahrrad unterwegs, sie strampeln gegen den Wind und lachen.

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20.39 Uhr: Das Pokalspiel des SV Babelsberg 03 gegen den Drittligisten FC Energie Cottbus, das an diesem Mittwoch um 19.00 Uhr stattfinden sollte, ist abgesagt worden. Die hohen Windgeschwindigkeiten hätten ein Ausfahren der Flutlichtmasten unmöglich gemacht, teilte Gastgeber Babelsberg am Dienstag mit. Ein neuer Austragungstermin steht noch nicht fest, die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

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20.35 Uhr: Der heftige Sturm über Deutschland hat in Teilen von Cottbus zu einem Stromausfall geführt. Wie viele Haushalte am Dienstagabend in der Lausitzstadt mit knapp 100.000 Bewohnern betroffen waren, konnte die Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH zunächst nicht beziffern. Der Sturm sei Ursache für den Ausfall, bestätigte ein Mitarbeiter an der Hotline für Störungsfälle. Was genau passiert sei, müsse noch geklärt werden.

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20.12 Uhr: Geranien reinholen!Die Temperatur geht in Berlin heute Nacht auf 2 Grad zurück. Die Windsituation mit der Gefahr von teils unwetterartigen Böen dauert bis in die erste Nachthälfte an, bevor nach Mitternacht der Westwind allmählich nachlässt, berichtet der Deutsche Wetterdienst.

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20 Uhr: Im Volkspark Friedrichshain ist ein etwa 60-jähriger Mann durch einen umstürzenden Baum schwer am Kopf verletzt worden. Nach der Erstversorgung im Rettungswagen befindet er sich auf dem Weg ins Krankenhaus.

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19.53 Uhr: So sieht es an der Havel aus.

19.38 Uhr: S45 und S9: Wegen eines Feuerwehreinsatzes ist der Zugverkehr zwischen Adlershof und Flughafen Schönefeld zurzeit unterbrochen, twittert die S-Bahn.

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19.30 Uhr: Laut RBB-Abendschau liegt auf der B169 ein LKW quer und behindert den Verkehr.

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19.11 Uhr: In Berlin sind bisher zwei Menschen verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers gab es am Nachmittag mehr als 380 wetterbedingte Einsätze. Neben der Berufsfeuerwehr wurden 400 Einsatzkräfte freiwilliger Feuerwehren alarmiert. Auf dem Flughafen Tegel wirbelte der Sturm den Flugplan durcheinander. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Nachmittag 13 Verbindungen gestrichen, unter anderem weil Maschinen in Amsterdam und Frankfurt nicht abheben konnten und deshalb in Berlin nicht zur Verfügung standen. In Tegel war die Abfertigung eingeschränkt, am Flughafen Schönefeld gab es dem Sprecher zufolge nur minimale Auswirkungen.

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18.54 Uhr: Auch in der Ratiborstraße/Ecke Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg knickte "Niklas" Bäume um.

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18.43 Uhr: Mitteilung an den S-Bahnhöfen: "Wegen des Sturmtiefs Niklas fahren die Züge vorsorglich mit höchstens 60 km/h. Fahrzeitverlängerungen sind möglich."

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18.36 Uhr: Auf dem Tempelhofer Feld herrscht gespenstische Leere. Selbst für die Windskater ist das wohl etwas zu viel Wind heute....

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18.21 Uhr: Auch an der Köpenicker Landstraße (die Verlängerung des Adlergestells) in Treptow ist ein Baum entwurzelt. Die Polizei hat die rechte von drei Spuren gesperrt.

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18.08 Uhr: Auch der Regionalverkehr hat erhebliche Probleme. Betroffen ist der RE7 nach Magdeburg.

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17.53 Uhr: Unsere Autorin wurde während ihrer U-Bahnfahrt Zeugin eines philosophischen Diskurses. Er: "Niklas? Wieso heißt dieses Tief eigentlich Niklas? Was für ein dämlicher Name." Sie: "Stimmt, mein Cousin heißt Niklas. Und mein Cousin nervt." Er: "Wer bestimmt diese Namen eigentlich?" Sie: "Weiß nicht, Meteorologen bestimmt." (Anmerkung der Redaktion: Nicht spekulieren, googeln! Das Institut für Meteorologie der FU Berlin verkauft sogenannte Wetterpatenschaften. Wer ein Hoch benennen will, zahlt 299 Euro. Ein Tief kostet nur 199 Euro. Grund für den Preisunterschied: Hochdruckgebiete verbleiben länger auf den Wetterkarten. Außerdem, mal ehrlich: Wer will auch Namenspate für dieses Tiefdruck-Schmuddelwetter da draußen sein?!)

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17.40 Uhr: Wegen eines Feuerwehreinsatzes ist die S7 zwischen Wannsee und Grunewald zur Zeit unterbrochen. Außerdem fahren die S41 und die S42 nur im Zehn-Minuten-Takt. Die S25, S5 und S75 fahren nur im 20-Minuten-Takt.

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17.24 Uhr: Die S1, die von Frohnau nach Oranienburg fährt, ist einen Kilometer hinter Frohnau gegen einen Baum gefahren, der auf den Gleisen liegt. Die Linie ist nun gesperrt. Der Zug wird evakuiert.

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17.15 Uhr: Wenige Wagemutige sind in Berlin-Mitte noch mit dem Fahrrad unterwegs. Sie lehnen sich schräg in den Wind, um nicht hinzufallen oder verziehen angestrengt ihre Gesichter, wenn sie gegen Tief "Niklas" anstrampeln müssen. Gefährlich ist es auf der Straße noch nicht, nur ungemütlich.

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17.10 Uhr: Durchsage am Hauptbahnhof: "Aufgrund des sich verstärkenden Sturms ist der Zugverkehr mittlerweile stark beeinträchtigt. Bitte informieren Sie sich unbedingt vor Reisebeginn über Ihre Reisemöglichkeiten."

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17.07 Uhr: Auch die Mülltonnen auf dem Tempelhofer Feld hat´s erwischt.

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17 Uhr: Wegen des schweren Sturms sind in mehreren Bundesländern Windkraftanlagen ausgeschaltet worden. Dadurch werde verhindert, dass zu viel Strom produziert wird, sagte ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz am Dienstag in Berlin. Bis voraussichtlich Donnerstag sollen die betroffenen Anlagen außer Betrieb bleiben, das hänge aber von der Wetterlage ab.

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16.52 Uhr: Liebe Berliner! Passen Sie auf sich auf, wenn Sie draußen unterwegs sind! Die Feuerwehr rät, das Haus besser nicht zu verlassen. Der Höhepunkt des Orkans ist noch lange nicht erreicht und wird erst heute Abend erwartet.

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16.49 Uhr: Auf der S75 kommt es zu Zugausfällen. Auch die S1 ist unterbrochen.

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16.37 Uhr: In Sachsen-Anhalt hat es ein erstes Todesopfer gegeben. Der Hausbesitzer aus Groß Santersleben wurde vor seiner Haustür unter einer umstürzenden Betonmauer begraben. Hier lesen Sie den Artikel dazu.

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16.35 Uhr: Die Berliner Feuerwehr rückte bereits am Nachmittag vermehrt zu Einsätzen aus. „Wir sind im Ausnahmezustand“, sagte ein Sprecher. In Berlin registrierte die Feuerwehr allein am Morgen knapp 40 witterungsbedingte Einsätze.

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16.30 Uhr: In Schönefeld sind die Besucherterrassen geschlossen. Auch die Gedenkstätte Hohenschönhausen ist wegen des Sturms geschlossen. Kleinere Dachteile des früheren Stasi-Dienstsitzes seien durch die Luft geflogen, sagte eine Sprecherin. Es sei jedoch niemand verletzt worden.

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16.27 Uhr: In Tegel sitzen die Leute fest. Einige twittern aus dem Flugzeug, um sich die Langeweile zu vertreiben.

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16.16 Uhr: Der Dachkantenschutz des Restaurants "Escados" am Alexanderplatz droht abzustürzen, Feuerwehrmänner auf dem Dach des Grill-Restaurants befestigen ihn wieder.

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16.06 Uhr: Feuerwehreinsatz an der Seestraße.Auch in der Heinsestraße in Tegel musste die Feuerwehr einen Baum beschneiden. Und am Tegelgrund stürzte ein Baum auf ein Auto.

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16.03 Uhr: Am Flughafen Tegel ist die Bodenabfertigung unterbrochen. Das Betanken der Flugzeuge und das Verladen des Gepäcks ist vorläufig eingestellt.

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15.52 Uhr: An derSeestraße/Turinerstraße ist ein Baum auf die Straße gekracht. Eine Person wurde verletzt.

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15.50 Uhr: Orte, an denen man gerade nicht sein möchte: Der Kran an der Karl-Liebknecht-Straße gegenüber unserem Verlagsgebäude.

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15.45 Uhr: Unsere Kollegin, die ihre Tochter vom Flughafen abholen wollte, sagt, dass der Frankfurt-Berlin-Flug nun auf 18 Uhr verschoben wurde. Die Schülerin war mit anderen Klassenkameraden in Namibia bei einem Austausch. Doch ob sie überhaupt heute noch aus Frankfurt loskommen, sei fraglich. Es handelt sich um die Namibia-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neukölln. Sie sind gestern Abend aus Windhuk losgeflogen, wo sie zwei Wochen zu einem Austauschprojekt waren.

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15.40 Uhr: Der Name "Niklas" wird übrigens vom Namen Nikolaus abgeleitet, was so viel bedeutet so viel wie "das Volk siegt".

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15.36 Uhr: Wegen eines Feuerwehr-Einsatzes zwischen Pichelsberg und Stresow besteht nur ein 20-Minuten-Takt auf der Linie S5 zwischen Olympiastadion und Spandau, twittert die S-Bahn.

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15.28 Uhr: Heute Morgen sah das Bild in der Stadt eigentlich noch ganz idyllisch aus. Nämlich so.

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15.16 Uhr: Vor allem im Westen der Stadt macht sich der Sturm bemerkbar. Nach Angaben der Feuerwehr ist am Benfeyweg in Kladow ein Baum auf ein Haus gestürzt. Der Breddiner Weg in Falkensee ist nicht mehr passierbar, weil ein Baum umgestürzt ist. Und in Falkensee droht ein Dach wegzufliegen. In allen Fällen ist die Feuerwehr mit Drehleitern im Einsatz. „Ansonsten haben wir viele kleinere Einsätze, die vor allem Bäume betreffen“, sagt Feuerwehrsprecherin Bianka Olm.

15.05 Uhr: In Frankfurt am Flughafen gibt es Verzögerungen. Etwa 40 Flüge wurden bis Mittag storniert. Eine Kollegin wollte eigentlich ihre Tochter vom Flughafen abholen, doch die Lufthansa-Maschine, die nach Berlin fliegen sollte, kann wegen des Orkans nicht starten.

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14.57 Uhr: Auch den Kleinsten macht der Sturm einen Strich durch die Rechnung.

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14:53 Uhr: Am Alexanderplatz nimmt der Sturm zu. Auch wir in der Redaktion hören den Wind hier schon pfeifen.

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14.42 Uhr: Auf der Spree ist die Schifffahrt nur noch eingeschränkt möglich. Die Sightseeing-Boote des Anbieters „Spree- und Havelschiffahrt“ fahren heute nach einem Sonderfahrplan. „Wir bieten unsere Touren durch Mitte heute nur mit einem Schiff an anstatt wie normalerweise mit mehreren. Nur schwere Boote können dem Wind standhalten“, berichtet eine Mitarbeiterin der Reederei Grimm & Lindecke. Besonders unter Brücken hätten die Schiffe Probleme, weil sie gegen die Wand gedrückt würden. Um 15:45 Uhr soll für heute die letzte Bootstour starten.

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Mit Tief „Niklas“ werden am Dienstag schwere Stürme mit Regen und Graupelschauer sowie teilweise orkanartige Böen über Berlin und Brandenburg erwartet. „Der Höhepunkt des Sturms wird am Abend erreicht“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam. Er rechnete in bestimmten Gebieten mit Orkanböen - etwa im Südwesten Brandenburgs. Mit Spitzenböen von rund 150 Kilometern pro Stunde zieht das Sturmtief seit dem Morgen über Deutschland.

Am frühen Nachmittag aktualisierte der Deutsche Wetterdienst seine Prognose und sprach eine Unwetterwarnung für Berlin und Teile Brandenburgs aus. Es wird mit Böen von über 100 Stundenkilometern gerechnet, die die Windstärke 11 annehmen können. Die Warnung gilt vorerst von 14 Uhr bis 22 Uhr am Abend.

Die Berliner Feuerwehr trifft jedoch keine besonderen Vorkehrungen. "Wir sind mit 560 Berufsfeuerwehrleuten im Einsatz. So wie jeden Tag", sagte ein Sprecher der Berliner Zeitung. "Sollte der Sturm Berlin tatsächlich mit voller Wucht treffen, können wir auf rund 1400 freiwillige Feuerwehrmänner zurückgreifen." Man können bei Stürmen vorab nie genau sagen, ob sie tatsächlich den angekündigten Verlauf nehmen.

Auch bei der Berliner S-Bahn gibt man sich gelassen. "Unsere Betriebszentrale beobachtet das Wetter und die Vorhersagen ganz genau", so S-Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert. Kommt es wie in der Nacht zum Montag - zum Beispiel aufgrund umgestürzter Bäume - zu Beeinträchtigungen, stünden Reparatur-Trupps bereit. In Nordrhein-Westfalen hatte die Deutsche Bahn am Vormittag aufgrund des Sturms den Nahverkehr eingestellt.

Auch in der Nacht soll es stürmisch und regnerisch bleiben, kündigt der Deutsche Wetterdienst an. Dabei sei vereinzelt auch mit Gewittern zu rechnen. Die Stärke des Sturms schwäche sich zwar bis zum Morgen ab, es gebe jedoch auch am Mittwoch weiter Schauerwetter. (mit dpa)