23:23 Uhr: Am Mauerpark ist es friedlich. Die Polizei kontrolliert noch ein paar Rucksäcke, ein paar Grüppchen feiern. Mehr ist nicht mehr los. Damit verabschieden wir uns von unserem Ticker. Kommen Sie gut durch die Nacht. Morgen sind wir wieder für Sie da. Unsere Reporter berichten vom 1. Mai.

22:41 Uhr: Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat nach einer Walpurgisnacht-Demonstration linker Gruppen ohne größere Gewaltausbrüche ein erstes positives Fazit gezogen. „Bislang können wir zufrieden sein. Für eine Abschlussbilanz ist es jedoch zu früh“, teilte Henkel am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur mit. „Positiv ist, dass die Demo relativ störungsfrei verlaufen ist und den Endpunkt erreicht hat. Aber der Einsatz ist nicht vorbei. Die Nacht könnte noch einige Herausforderungen mit sich bringen. Das gilt gerade mit Blick auf dezentrale Aktionen kleinerer Gruppen.“

22:15 Uhr: Im Umkreis des U-Bahnhofs Eberswalder Straße nimmt die Polizei mehrere Männer fest, die als Steinewerfer identifiziert worden sein sollen. Die ersten Polizeieinheiten werden abgezogen. Laut Taktik werden nun die Streifen verstärkt. Die Stadtreinigung soll informiert werden, dass die Straßen wieder frei sind.

22.12 Uhr: Die Polizei will die offiziell beendete Demo auflösen, noch immer sind Teilnehmer an der Eberswalder unterwegs.

22.10 Uhr: In der Max-Schmeling-Halle ist das Spiel vorbei und die 9000 Zuschauer verlassen die Halle. Das Spiel gegen die BR Volleys endete 2:3 für VfB Friedrichshafen. Berlins Regierender Bürgermeister war auch vor Ort.

22:07 Uhr: 500 Personen befinden sich im Mauerpark. Die Polizei rechnet damit, dass 100 Leute dazu kommen. Am Endplatz sind noch 40 Leute. Mehrere Männer werden wegen Vermummung und Körperverletzung festgenommen. In Kürze soll die Verkehrssperrung am U-Bahnhof Eberswalder Straße wieder aufgehoben werden.

22.05 Uhr: An der Schönhauser Allee/Pappelallee hat die Polizei einen Mann gestellt, der sich zuvor vermummt hatte. Der harte Kern der Demonstranten sammelt sich an der Sparkasse am Endplatz.Viele größere Gruppen verlassen die Kreuzung Schönhauser Allee/Eberswalder Straße. Sie schlendern in Richtung Bahnhof und der Kulturbrauerei. Am Endplatz nimmt die Polizei einen Mann fest. Kurzzeitig wird die Stimmung wieder aggressiv.

22:03 Uhr: 2200 Polizisten aus Berlin, Bayern, Brandenburg, NRW, Baden-Württemberg, Niedersachsen und von der Bundespolizei sind im Einsatz.

21.57 Uhr: Die Polizei sichert die Sparkasse an der Eberswalder Straße. Am Rand der Demonstration gab es zahlreiche Farbschmierereien auf Hauswände, Farbbeutelwürfe und zerstörte Scheiben an einer Bushaltestelle.

21.50 Uhr: Die Demonstration ist offiziell beendet. Die Teilnehmer können gehen, nur nicht in Richtung Mauerpark. Die Polizei ändert ihre Taktik und widmet sich jetzt dem sogenannten Raumschutz.

21.48 Uhr: Die Abschlusskundgebung hat begonnen, obwohl noch nicht alle Demonstranten am Endplatz sind. Die Kundgebung soll laut Veranstalter zehn Minuten dauern.

21.44 Uhr: Der Aufzug ist kurz vor dem U-Bahnhof Eberswalder Straße. Dort soll die Demonstration enden. Die Polizei hat bereits den Bahnhof abgesichert. Die Polizei geht davon aus, dass viele Demonstranten zum Mauerpark pilgern werden. Das Wetter soll gegen 22 Uhr wieder schlechter werden.

21.42 Uhr: Auf der Kastanienallee ist vor einem Schuhladen ein Mann zusammengeschlagen worden. Er blutete stark am Kopf. Es gab eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten.

Demonstranten vermummen sich

21.16 Uhr: Der Zug bewegt sich weiter. Die Polizei ist nur selten zu sehen, verteilt sich in den Nebenstraßen. Immer wieder Reden. Gegen Rassismus. Auch Thema: Kurdistan und Kobane.

21.10 Uhr: In der Wollinerstraße 38 werden die Scheiben einer Bushaltestelle eingeworfen. Mehrere Demonstranten an der Spitze des Aufzuges sammeln Steine. In der Bernauer Straße fliegen Flaschen. Fotografen setzen sich Helme auf. Ein Polizist wird von einem Farbbeutel getroffen, aber nicht verletzt. Die Spitze befindet sich in der Schwedter Straße. Mehrere Demonstranten vermummen sich.

20.50 Uhr: Pinkelpause in einem Park an der Ramlerstraße. Für kurze Zeit steht der Aufzug. 2500 Leute sind jetzt unterwegs. Der Aufzug ist nun in der Swinemünder Straße. Vereinzelt fliegen Steine. Ein Stein trifft einen Polizisten. Immer wieder fliegen Böller.

20.42 Uhr: Die Demonstranten haben Durst. Viele von ihnen versorgen sich mit Getränken in den umliegenden Spätverkaufsstellen. An der Spitze des Aufzugs befinden sich 500 Leute. Nach Informationen der Polizei sind darunter etwa 200 gewaltbereite Demonstranten. Insgesamt sind etwa 2500 Demonstranten unterwegs.

20.40 Uhr: Es hat aufgehört zu regnen. Der Zug ist inzwischen an derBadstraße angekommen. Es geht nur langsam voran. Die Musik ist laut.

20.36 Uhr: Unterdessen im schwedischen Uppsala: Dort wird die Walpurgisnacht als "Valborg" gefeiert - die größte Studentenparty Schwedens. Gefeiert wird der Frühlingsbeginn zu Cidre und Livemusik, ähnlich wie beim Myfest.

20.32 Uhr: Eine Pause, Zeit für eine Rede. Thema: Wohnungsnot und sozialer Wohnungsbau in Berlin. Es nieselt nur noch. Die Demo kommt langsam voran.

20.25 Uhr: Mittlerweile sind 1900 Demonstranten unterwegs. Während einer Zwischenkundgebung in der Buttmannstraße werden Nebeltöpfe und Pyrotechnik gezündet.

20.24 Uhr: Auf Transparenten stehen Parolen wie „Unsere Freunde bleiben hier - Asylgesetzverschärfung stoppen - kein Mensch ist illegal“ und „Holen uns die Stadt zurück - her mit dem sozialen Zentrum“.

20.10 Uhr: In der Schererstraße stehen fünf vermummte Personen auf einem Balkon und zünden Pyrotechnik. An der Spitze des Zuges nimmt die Aggressivität zu, sagen Beobachter.

20 Uhr: Der Aufzug hat begonnen und biegt jetzt in die Nazarethkirchstraße ein. Es sind rund 1100 Demonstranten auf der Strecke. Es fliegen Böller.

Matondo rappt

19.50 Uhr: Immer noch Stillstand. Matondo rappt. Inzwischen sind rund 800 Menschen am Platz eingetroffen.

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19.35 Uhr: Am Leopoldplatz gibt es eine Rede gegen die Kirche, der ein Teil des Leopolplatzes gehört und die die Demo dort nicht erlaubt hat. Zitat: "Reclaim the Leopoldplatz back".

19.34 Uhr: Wir haben mal den Regenradar für Berlin gecheckt. In den kommenden zwei Stunden wird eine Regenfront über die Stadt ziehen, es wird mit etwa vier Litern Niederschlag pro Quadratmeter gerechnet. Die ersten Blitze haben wir auch schon über den Himmel zucken sehen. Immerhin bleibt es mit 14 Grad relativ warm.

19.27 Uhr: Es sieht so aus, als sei der Wohnwagen in Kreuzberg nicht vorsätzlich angezündet worden. Vor Ort hört man, dass das Fahrzeug wegen eines technischen Defekts in Flammen aufging. Einen Zusammenhang zwischen dem Brand und den Demonstrationen in der Walpurgisnacht sowie am 1. Mai sieht die Polizei derzeit nicht.

19.19 Uhr: Eine Rede des kurdischen Frauenverbandes wird gerade gehalten. Es steht alles still.

450 Menschen am Leopoldplatz

19.14 Uhr: Aktuell sind 600 Leute im Mauerpark, an der Kulturbrauerei feiern rund 100 Menschen und am Leopoldplatz sind 450 Menschen unterwegs.

18.50 Uhr: Die Demonstration hat begonnen. Autos hupen, die Straße wurde nicht rechtzeitig abgesperrt. Für die Demonstranten eine Einladung laut zu sein. Die Polizei sichert den Verkehr. Zur selben Zeit soll in der Waldemarstraße in Kreuzberg ein Wohnwagen brennen.

18.47 Uhr: Es scheint loszugehen. "Antikapitalista-Rufe."

18.46 Uhr: Ruhig ist es am Görlitzer Park. Am 1.Mai startet die große Demo am Spreewaldplatz und endet am Lausitzer Platz.

18.40 Uhr: Innensenator Frank Henkel ist am Leopoldplatz angekommen. Dort sind es mittlerweile 220 Teilnehmer. Der Veranstalter will in Kürze mit der Demonstration beginnen. In der Kastanienallee beschäftigt eine Baustelle die Polizei.

18:33 Uhr: Es hat angefangen zu regnen... Und die Demo ist immer noch nicht gestartet.

18:30 Uhr: Die BVG informiert auf Twitter über ihre Umleitungen. Betroffen sind die Buslinien 120, 142 und 327 und die Tram M27. Die 327 wird während der Demo zwischen Walderseestraße und dem U-Bahnhof Leopoldplatz eingestellt, ebenso wie die 142, die zwischen dem Hauptbahnhof und dem Leopoldplatz gar nicht mehr verkehrt. Die M27 wird zwischen der Turmstraße und der Osloerstraße/Prinzenallee umgeleitet.

18:25 Uhr: Die Polizei beseitigt in der Umgebung lockere Pflastersteine und Gehwegplatten.

18:21 Uhr: In der Reginhardstraße, in der Nähe der Demonstrationsroute gab es einen schweren Unfall. Mehrere Personen sollen verletzt worden sein. Der Unfallort ist gesperrt.

18:20 Uhr: Auf dem Platz haben sich mittlerweile schätzungsweise 100 Demonstranten versammelt, alle stehen in kleinen Gruppen überall. Kleiner Aufreger: Zwei Polizisten bitten eine Frau höflich aufzustehen und zu gehen. Scheinbar alkoholisiert, war sie mitten auf dem Platz eingeschlafen. Ein Mann verteilt kostenlos die Junge Welt. Einige Wartende lesen.

Demo verschiebt sich

18:14 Uhr: Am Antreteplatz in der Müllerstraße ist Innenstaatssekretär Bernd Krömer angekommen.

18.12 Uhr: Der Beginn des Demo-Zugs verschiebt sich nach hinten.

18.06 Uhr: Unser Lokalreporter Martin Klesmann hat die ersten Flammen im Mauerpark gesichtet. Ganz friedlich - ohne Hexen, die drumrum tanzen.

Bis zu 3000 Teilnehmer erwartet

18.02 Uhr: Die Polizei kontrolliert an der Müllerstraße zwei Lautsprecherwagen des Veranstalters. 20 Leute stehen am Antreteplatz.

18 Uhr: Die Polizei rechnet nach eigener Aussage mit bis zu 3000 Teilnehmern. Angemeldet sind 500.

17:56 Uhr: Auf dem Leopoldplatz haben sich bisher nur wenige Demonstranten versammelt. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint. Die Polizei ist vor Ort, vereinzelt stehen Einsatzwagen.

17:45 Uhr: Die Besatzung des Hubschraubers überfliegt Dächer in Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Sie suchen nach Menschen auf den Dächern und nach Steinelagern. Entdeckt haben sie bisher noch keine.

Müller appelliert, friedlich zu bleiben

17:35 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat an alle Demonstranten am 1. Mai appelliert, friedlich zu bleiben. „Die Demonstrationsfreiheit ist ein zentrales politisches Recht. Jedermann kann friedlich für seine Ziele eintreten. Dieses Grundrecht darf von niemandem zur Gewaltanwendung missbraucht werden“, erklärte Müller am Donnerstag. Die Demonstranten sollten Gewalttätern keine Chance geben. Seit 1987 gab es am 1. Mai immer wieder Ausschreitungen und Krawalle von Linksautonomen und unpolitischen Randalierern. In den vergangenen Jahren ging es aber zusehends weniger gewalttätig zu.

17:32 Uhr: Auch in der Eberswalder Straße und in der Danziger Straße schließen Läden. Banken haben ihre Fensterscheiben mit Plastik geschützt.

Gebäude besetzt

17.30 Uhr: Ein Gebäude Berliner Wohnbaugesellschaft Berlinovo am Halleschen Ufer soll von mehreren Aktivisten besetzt worden sein. In der Bernauer Straße schließen Läden vorzeitig. Die Rollläden werden herunter gelassen. Ein offener Schuttcontainer wird von der Polizei entdeckt und bewacht. Auch sucht die Polizei nach den Besitzern von zwei hochwertigen Autos an der Wegstrecke. Ein Auto hat polnische Kennzeichen. Das andere Auto hat ein russisches Kennzeichen. Der Polizeihubschrauber ist unterwegs um Steine-Bunker zu suchen.

17.20 Uhr: An der Friedrichsstraße stehen weitere Einsatzfahrzeuge bereit, falls später Verstärkung nötig sein sollte.

17.15 Uhr: Der Name Walpurgisnacht leitet sich von der Heiligen Walburga ab – einer Äbtissin aus England. Der Gedenktag dieser Heiligen wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert. Ihr Leben stand in keinem Zusammenhang mit Hexen und dem Teufel. Erst ihre Heiligsprechung stellte die Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht her, denn durch zahlreiche Wundertaten, welche Walburga zugeschrieben werden, gilt sie auch als Schutzpatronin der Seefahrt und gegen böse Geister.

17.10 Uhr: Polizisten kontrollieren zwei auffällige Jugendliche, weil sie Schienbeinschoner tragen. Die Nazarethkirchstraße wird für den Verkehr gesperrt. Entlang der Aufzugstrecke hängt ein etwa acht Meter langes und zwei Meter breites Transparent an einer Hausfassade, auf dem zur Teilnahme am Demonstrationszug aufgefordert wird. Außerdem wird mobilisiert zur 18 Uhr-Demo am morgigen Freitag in Kreuzberg. Am Antreteplatz ist die Lage entspannt. Die Polizei geht von rund 3000 Teilnehmern aus.

17 Uhr: Um 18 Uhr startet eineDemonstration linker Gruppen mit dem Motto „Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ durch Wedding. Start ist am Leopoldplatz in Wedding. Die Strecke führt unter anderem über die Badstraße, Brunnenstraße, Swinemünder Straße, Schwedter Straße, Zionskirchplatz und die Kastanienallee. Endpunkt: U-Bahnhof Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg. Angemeldet sind 500 Teilnehmer, die Polizei rechnet aber mit bis zu 3000 Demonstranten.

16.30 Uhr: Die Feste haben begonnen. Im Mauerpark tanzen die ersten Besucher. Auch das Hexenfest in Friedrichshain hat begonnen. Am Weidenweg vergnügen sich die ersten Leute. Auch die ersten Demonstranten sind auf dem Weg zum U-Bahnhof Leopoldplatz. Die Polizei ist vor Ort. Es herrscht Flaschenverbot. Pappbecher werden verteilt.