Nach Informationen der Berliner Zeitung wird als Erstes das frühere Restaurant entkernt und neu gestaltet. Wo die DB heute Fahrkarten verkauft, soll eine neue Passage zwischen Hardenbergplatz und Jebensstraße entstehen – eine helle und breite Querachse, mit viel Platz für Läden und Gastronomie. Früher gab es im Bahnhof Zoo vier solcher Durchwegungen, nach den vielen Umbauten ist nur noch eine klar erkennbar. Nach dem ersten Projektabschnitt sollen sich die Bauleute andere Teile des Bahnhofs vornehmen, zunächst die leeren Räume im Ostteil. Geplant sei eine „Neustrukturierung und Erweiterung der Erdgeschossbereiche“, sagte ein Bahnsprecher.

Zwar können nicht überall Geschäfte entstehen, denn in dem Bahnhof ist Sicherungs- und Elektrotechnik untergebracht, die nicht umziehen kann. Klar ist aber, dass im gesamten Gebäude grundlegende Umbauten nötig sind – auch an der Fassade, damit mehr Tageslicht ins Innere gelangt. Die Planer wissen, dass es dazu Gespräche mit dem Bezirk und den Denkmalpflegern geben muss – der Bahnhof steht unter Schutz. Darum haben Schulte und die Bahn nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. „Die Kommunikation mit der Bahn hat sich verbessert“, sagte der Stadtrat.

Jebensstraße soll belebt werden

Die DB betonte, dass sie ihr Projekt mit den Planungen für das Umfeld abstimmen will. Danach soll der Hardenbergplatz ein Platz für Fußgänger werden. Darunter entsteht eine Tiefgarage, die laut Senat Platz für 300 Autos bieten soll. Dafür will der Bezirk, der bis zu 500 Plätze für verträglich hält, 2012 mit einer Ausschreibung Investoren suchen. Auf dem Platz sind Stellflächen für rund 300 Fahrräder vorgesehen.

Weitere Bezirksplanungen sehen vor, dass die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf dem Hardenbergplatz nur noch zum Einsteigen halten. Ausgestiegen wird auf der Jebensstraße, die dadurch belebt würde. Doch die BVG lehnt die Pläne ab: Die Umsteigewege zur U-Bahn und zu anderen Bussen würden zu lang. Zudem will die BVG nicht auf die unattraktive Rückseite des Bahnhofs abgeschoben werden. Entscheidungen seien noch nicht gefallen, so Schulte. Er machte aber klar, dass sie 2012 getroffen werden.