Berlin - Er komme nicht gern hierher, sagt Naum Sternberg. Dem Pensionär, der oft mit seinen Urenkeln spazieren geht, gefällt der Olivaer Platz nicht, so wie dieser heute aussieht: „Viele Ecken sind dunkel und nicht einsehbar, die Wege kaputt. Und der Spielplatz ist zu klein“, sagt er. Naum Sternberg ist dafür, dass die Parkplätze auf dem Areal nahe des Kurfürstendamms verschwinden – für mehr Aufenthaltsqualität. Genau das will Fred Kolbe, der in einer der angrenzenden Straße wohnt, keinesfalls: „Hier gibt es viele Arztpraxen, Kanzleien und Büros. Wo sollen deren Besucher ihre Autos abstellen?“, fragt er. Schon jetzt sei es für die Anwohner schwierig, einen Parkplatz in der Nähe  zu finden: „Da muss man manchmal drei Mal ums Karree fahren.“

Diese Meinungen sind typisch, wenn es um die geplante Umgestaltung des 1907 bis 1910 angelegten Blockplatzes geht. Seit Jahren wird über die Verschönerung der Fläche, die nach dem Kloster Oliva bei Danzig benannt wurde, debattiert. Dass sich auf dem Areal, dessen östlicher Baublock nach Kriegsschäden Mitte der 1950er-Jahre aufgelöst und zum Parkplatz umfunktioniert wurde, etwas ändern soll, darüber sind sich viele Anwohner und auch das Bezirksparlament einig.  Streitpunkt sind jedoch die Parkplätze.

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