Clan-Kriminalität in Berlin: Abschiebung des Miri-Clan-Chefs ist wichtiges Signal

Wenn es stimmt, dass Clan-Chef Ibrahim Miri friedlich daheim in seinem Bett lag und schlief, als die Polizei mit einem Abschiebungsbescheid kam, zeigt das, wie sicher sich der Mann gefühlt haben muss. Verurteilter Drogenhändler, Anführer einer 3000 Mann starken Großfamilie – und trotzdem lebte Ibrahim Miri nicht an einem geheimen Ort, ließ sich nicht von Bodyguards bewachen. Weil er keine Angst hatte.

Nicht vor konkurrierenden Banden und nicht vor dem deutschen Staat. Zu Unrecht, wie man nun gesehen hat. Denn obwohl die rechtliche Grundlage für die Ausweisung des Kriminellen noch nicht offiziell bekanntgegeben wurde, zeigt der Fall: Wenn die Behörden wirklich durchgreifen wollen, wenn sie einen Verbrecher im Interesse aller hier lebenden Menschen wirklich aus dem Land haben wollen, dann ist das auch machbar. 

Natürlich ist der Kampf gegen kriminelle Familienverbände aus dem arabischsprachigen Raum damit nicht gewonnen, und vermutlich ist die tatsächliche Auswirkung auf die illegalen Machenschaften der Clans gleich Null. Andere Familienmitglieder werden die Geschäfte weiterführen, so, als wäre nichts passiert. Dennoch muss der Staat jetzt bei seiner harten Linie bleiben und Menschen, die unserer Gesellschaft schaden, kompromisslos vor die Tür setzen.

Abschiebung von Miri-Clan-Chef: Staat könnte mit Härte Bürger zurückgewinnen

Wenn sich nur ein einziger potenzieller Dealer, Schläger oder Vergewaltiger durch die Angst vor Abschiebung von seiner Tat abhalten lässt, ist schon viel gewonnen. Sehr viel. Und vermutlich gelingt es dem Staat mit dieser Härte mittelfristig auch, einige derjenigen Bürger zurückzugewinnen, die sich an den braunen Rand unserer Gesellschaft verirrt haben.