Potsdam - Im Mai vergangenen Jahres brachte Wolfgang L. seine Ehefrau in Werder/Havel um. Der 64-Jährige soll auf seine vor ihm fliehende Ehefrau eingestochen und sie in einem Gartenteich ertränkt haben. Grund für die Gewalttat: Dorota L. soll ihrem Ehemann zuvor mitgeteilt haben, sich von ihm trennen zu wollen. Sie war mit ihren Kindern bereits aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.

Der Tod von Dorota L. ist einer von 5235 Fällen von häuslicher Gewalt, die im vergangenen Jahr im Land Brandenburg registriert wurden. Das seien rund 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Montag bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr. „Menschen blieben häufiger zu Hause, Existenzängste machten sich breit, der Zugang zu Hilfsangeboten war erschwert. Das sind erste Erklärungsansätze, sie rechtfertigen aber keine Taten“, sagte Stübgen. Corona habe sich dabei durchaus auf die Kriminalstatistik ausgewirkt.

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