Berlin - Per Eilantrag hebelten elf Gastronomen in der vergangenen Woche die neue Berliner Corona-Sperrstunde aus – nun befürchten sie, dass sich ihr Vorstoß rächt. Denn: Offenbar gab es gleich in mehreren der an der Klage beteiligten Lokale in den vergangenen Nächten Kontrollen durch die Polizei. Bis zu sechs Polizisten sollen aufgetaucht sein, berichten die Wirte. Sie fürchten Schikane.

Eine der am Eilantrag beteiligten Bars ist das „Marietta“ in der Stargarder Straße. Chef Roberto Manteufel bestätigte der Berliner Zeitung auf Nachfrage, dass es mehrere Kontrollen gab. Beamte der Polizei seien in der Nacht zu Dienstag sogar zweimal da gewesen, sagt er. Die Beamten hätten unter anderem die geführten Gästelisten sehen wollen, außerdem die Räumlichkeiten überprüft. „Es war eine kurze, freundliche, professionelle Visite“, sagt Manteufel. Dann seien die Polizisten wieder weggefahren. Andere Lokale in der Umgebung seien nicht kontrolliert worden. „Zumindest in der Nacht war das ja auch nicht möglich, denn da waren wir die einzigen, die offen hatten“, sagt der Bar-Chef. In der Nacht zu Mittwoch habe er erneut Besuch bekommen. Fünf Polizisten seien gegen 23.30 Uhr in die Bar gekommen. In der Nacht zu Donnerstag blieb die Kontrolle aus. „Es hielt zwar ein Mannschaftswagen vor dem Lokal, aber wir hatten nur noch fünf Gäste, deshalb fuhr das Auto einfach weiter“, sagt Manteufel.

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