Alltägliches Straßenbild in Corona-Zeiten: Ein weggeworfener Mund-Nasen-Schutz in Berlin.
Foto: imago images

Berlin - Ich habe mich leichtsinnig verhalten. Seit März hatte ich selbst meine engsten Freundinnen kaum noch getroffen, meist im Homeoffice gearbeitet, Abstand gehalten, Maske getragen. Dann immerhin ein Kurzurlaub in dem ruhigen Ostsee-Ort, wo ich Jahr für Jahr Menschen begegne, die ich sonst kaum treffen würde. Meine in Batik-Kleider gehüllten Zimmer-Nachbarinnen erzählen mir, was sie neulich auf einer der größeren Berliner Corona-Demos erlebt hatten, und warum das Virus gar nicht so gefährlich sei. Entgeistert erkläre ich, warum ich ihre Sicht nicht teile. Sie zeigen sich froh, dass ich ihnen dennoch zugehört habe. Pensionswirt Manfred hat zugehört, bei seinem Feierabendbier erzählt er mir von der schweren Erkältung, mit der er Ende Februar in eine Rostocker Klinik eingeliefert wurde: Noch nie sei er so krank gewesen, Monate habe er gebraucht, wieder fit zu werden. Auf Covid-19 habe man ihn nicht getestet, aber er ist sicher: Das war Corona.

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