Ein Mann sitzt mit einer Maske im U-Bahnhof Eberswalder Straße, die an die Schnabelmasken in der Zeit der Pest erinnern soll.
Foto: Imago/Ipon 

BerlinJeden Werktag um 11 Uhr morgens stellen unsere Kollegen von unsere englischen Ausgabe die neuesten Corona/Covid-19-Nachrichten zusammen (und übersetzen sie auch).

Zunächst die neuesten offiziellen Indikatoren für Berlin (von Dienstag, den 1. September)

Vier-Tage-Reproduktionszahl: 1,14 (Vortag: 1,25)
Neuinfektionen pro Woche: 12,3 Personen pro 100.000 Einwohner (Rückgang von 12,5 in der Vorwoche)
Anteil der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen (in Prozent): 0,9 (1,4 am Tag zuvor)
Gesamtzahl der Corona-Todesfälle: 226 (keine neuen Todesfälle)

Quelle: Das beeindruckende neue Corona-Dashboard von Berlin. 

Was geht ...

Feierlaune verdorben

Nach dem Chaos der Corona-Skeptiker am Wochenende (falls Sie es verpasst haben, ein Rückblick auf unseren Newsblog von Sonnabend) hat die Berliner Regierung die Regeln für alle verschärft, Groß wie Klein.
Bei Demonstrationen ab 100 Personen sind nun Gesichtsmasken erforderlich, teilte die Berliner Gesundheitsministerin Dilek Kalayci am Montag mit.
Und jeder, der private Garten- oder Hauspartys mit mehr als 50 Gästen veranstaltet, müsse nun einen eigenen „Schutz- und Hygieneplan“ aufstellen. Gastgeber müssen darauf achten, dass die Teilnehmer einen Abstand von 1,5 Metern einhalten. Was auch wichtig ist für Gäste: Keinen Wein auf den Teppich kleckern!

Professor Drosten und die Sache mit dem Mundgeruch

Christian Drosten, der Virologe von der Charité, beschrieb in seinem NDR-Podcast am Dienstag die Wirkung der Masken mit einem Vergleich. Man möge sich vorstellen, man unterhalte sich mit jemandem, der Mundgeruch hat, nannte Drosten ein Beispiel: „Dieser Mundgeruch – das sind Aerosole.“ Wenn der Gesprächspartner eine Maske tragen würde, würde man diesen Mundgeruch nicht mehr bemerken. Im übertragenen Sinne bedeute das: Da werde ich mich nicht mehr so schnell infizieren. Deshalb also Masken tragen – aus gesundheitlichen Gründen und auch weil es dann besser riecht in der Nähe von Menschen.  Trotzdem immer an das Zähneputzen denken.

80.000 Maskenmuffel, wenige Knöllchen

Das Sicherheitspersonal der Berliner Verkehrsbetriebe BVG hat seit Anfang Juli 80.000 Fahrgäste wegen des Nichttragens von Gesichtsmasken kontaktiert und 470 Strafzettel in Höhe von 50 Euro ausgestellt, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. Nach unseren Berechnungen mussten also nur 0,5875 Prozent der auffälligen Fahrgäste zahlen. Read on, my dear.

Das war’s. Stay healthy!

Yours,

The Berliner Zeitung English Team