Berlin - In die ehemalige Zentrale der Daimler-Benz-Tochter Debis am Potsdamer Platz zieht neues Leben ein. Das US-amerikanische Unternehmen WeWork mietet insgesamt 14 Etagen in dem 106 Meter hohen Bürogebäude an, wie es am Montag mitteilte.

WeWork will die Räume von der 7. bis zur 21. Etage im Sommer nächsten Jahres beziehen und anschließend als Coworking-Flächen weitervermieten. Dort sollen also verschiedene Mieter nebeneinander arbeiten. Zuvor sollen die Räume im unternehmenseigenen WeWork-Design gestaltet werden.

Mit den insgesamt 13.000 Quadratmetern entstehe am Potsdamer Platz die umfangreichste Coworking-Fläche in Deutschland, teilte WeWork mit. „Der Potsdamer Platz ist eine ideale Ergänzung zu unseren nun sieben Standorten in Deutschland“, so Patrick Nelson von WeWork.

Zum einen werde der Bedarf nach flexiblen und kreativen Arbeitsplätzen weiter deutlich zunehmen. Zum anderen suchten etablierte Unternehmen den engen Kontakt zu innovativen Think Tanks und würden deshalb bewusst in deren Arbeitsumgebung kommen.

Das Debis-Hochhaus steht für den Wiederaufbau des Potsdamer Platzes

Der Vermieter der Daimler-City zeigt sich mit dem Abschluss des Mietvertrages zufrieden. „Mit WeWork wird der Potsdamer Platz zu einem neuen Zentrum der jungen, kreativen Szene in Berlin“, erklärt Karl L. Wambach, Geschäftsführer des Immobilienmanagers Brookfield Properties Germany.

Brookfield hatte die Verwaltung des Platzes im Januar 2016 übernommen. Mit dem Geschäft steigt die Vermietungsquote für Büros in dem Quartier auf 93 Prozent.

Das Debis-Hochhaus wurde von 1993 bis 1997 nach Plänen des Italieners Renzo Piano errichtet. Es steht für den Wiederaufbau des Potsdamer Platzes. Zur früheren Daimler-City zählen noch 17 Gebäude, zehn Straßen und zwei Plätze.