Berlin - Die CDU ist wegen ihres Kurses bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben von der CSD-Parade in Berlin ausgeschlossen. Damit reagierten die Veranstalter des Umzugs am 22. Juni auf „verfassungswidrige Entscheidungen“ des CDU-Parteitages, wie Geschäftsführer Robert Kastl am Dienstag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des ARD-Hauptstadtstudios.

In der CDU gibt es eine breite Ablehnung gegen eine steuerliche Gleichstellung. Die Entscheidung zum Ehegattensplittung trifft nun das Bundesverfassungsgericht. „Es kann nicht sein, dass in diesem Land Politik in Karlsruhe gemacht wird“, sagte Kastl. Er kritisierte zudem einige Äußerungen aus der Union als „würdelos“ und „unanständig“.

Das Motto des Umzugs, zu dem jedes Jahr Hunderttausende Menschen kommen, lautet: „Schluss mit Sonntagsreden“. Kastl unterstrich, die LSU, die Untergruppe der Schwulen und Lesben in der Union, sei weiter bei der Parade willkommen. (dpa)