Berlin - Exter parkt seinen silbergrauen Mercedes an der Auffahrt zum Hauptterminal, streift eine rote Warnweste über seinen dunklen Anzug, zieht ein paar gelbe Gummistiefel mit Sicherheitssohlen an und setzt einen weißen Helm auf.

Dann läuft er los. Durch die riesige Abflughalle, die immer noch ein riesiges Baustofflager ist. Durch die künftige Sicherheitszone, in der gerade die Gipskartonwände gestellt werden. Bis zur Rolltreppe, die noch nicht rollt, die man aber hoch laufen kann und die zu einer Innenterrasse führt. „Food Court“ wird die von allen genannt, weil es hier später was zu Essen geben wird.

Gleich vorne links wird sein Laden sein. Das Witty’s-Currywurst-Restaurant. „Da fällt man quasi rein, wenn man von der Rolltreppe kommt“, sagt er. Außerdem liegt das Restaurant auf dem strategisch so wichtigen Toiletten-Weg. „Die Klos bringen Traffic“, sagt Exter.

Er geht hinüber in den Raum, in dem schon bald sein neues Restaurant entstehen soll, betrachtet den grauen Estrichboden und nickt zufrieden. Noch ist nicht viel zu sehen in dem Raum. Nur rohe Wände, Abwasserrohre und die blanken Kästen der Belüftungsanlage. Schwer vorstellbar, dass hier bis zum 28. April alles fertig ist. Dass die Wände gestellt sind, die Elektrik installiert ist, die Sanitäranlagen funktionieren, der Tresen steht, die Küchenmaschinen angeschlossen sind. Bis zum 28. April sind es noch 45 Tage. Ist das zu schaffen?

„Es muss“, sagt Exter. Weil danach noch die Bauaufsicht, die Hygieneaufsicht und der Brandschutz kommen. Die müssen bis zum 18. Mai durch sein, weil dann alle Bereiche hinter der Sicherheitsschleuse „scharfgeschaltet“ werden, wie man in Flughafen-Sicherheitskreisen sagt. Das heißt, ab diesem Tag liegt Witty’s Currywurst-Restaurant in der streng bewachten Schengen-Transitzone und darf nur noch von vorher ausgiebig durchleuchteten Mitarbeitern betreten werden. Bauarbeiten sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, weil kein Werkzeug mehr durch die Sicherheitsschleuse kommt.

Das Problem ist nur, dass hier gerade alle fertig werden müssen. Und dass der Flugbetrieb wichtiger ist als Currywürste. „Es wird klappen“, sagt Exter und versucht ein Lächeln.