Berlin - Das CineStar-Multiplex-Kino im Sony-Center - einer der Hauptveranstaltungsorte der Berlinale - soll zum Jahreswechsel geschlossen werden. Die knapp 120 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Das bestätigte der ver.di-Sekretär Jörg Reichel der Berliner Zeitung.

Die acht unterirdischen Kinosäle und das oberirdische IMAX-Kino werden von den Betreibern der Kinos nach Informationen der Berliner Zeitung als defizitär beschrieben.

Reichel nimmt jedoch an, dass etwas anderes hinter der Schließungsankündigung steckt. Entweder wolle der Eigentümer den Komplex umbauen, oder der Mieter möchte den Eigentümer bei Verhandlungen zur Miethöhe unter Druck setzen, weil die unterirdischen Räume kaum für andere Nutzungen geeignet seien. 

CineStar gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.

Die Kinos gehören der britischen Kinokette Vue Entertainment, die den Betreiber, die CineStar-Gruppe, gekauft hat. Vermieter soll neuerdings eine Sochribel GmbH sein.

2017 war das Sony-Center von einer koreanischen Gruppe an die Immobiliengesellschaft eines Pensionsfonds des kanadischen Bundesstaats Ontario und einen US-Finanzinvestor für 1,1 Milliarden Euro verkauft worden.