BerlinErste Warnstufe: Die Corona-Ampel zeigt seit einer Woche an allen Berliner Schulen mindestens „Gelb“ an: Damit gelten verschärfte Hygieneregeln. Vor allem für Schüler der Oberstufe wirkt sich die neue Gefährdungslage aus – sie müssen fortan auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Jüngere Schüler sind von dieser Pflicht befreit. Eine Lehrerin eines Berliner Oberstufenzentrums schlägt Alarm und berichtet der Berliner Zeitung aus dem neuen Schulalltag. Aus Sorge vor dienstrechtlichen Verfahren möchte sie anonym bleiben.

„Ich frage mich täglich, wie ich die Qualität meines Unterrichts sichern kann“, berichtet die Pädagogin, „und das auf ganz vielen Ebenen.“ Ihre Schüler könne sie hinter den Masken nicht mehr so gut verstehen, deren Ausdruck nicht wahrnehmen. Deswegen müsse sie viel öfter nachhaken, „weil ich ja wissen muss, ob der Stoff ankommt“. Und ständig für Stille sorgen. „Ich schätze“, sagt sie, „den Verlust der Verständlichkeit auf 30 Prozent – für uns Lehrer, aber auch für die Schüler.“ Sie wisse von Kollegen, die im Unterricht „das eigene Sprechen fast ganz eingestellt haben.“ Denn wie Schüler müssen auch Lehrer bei Warnstufe gelb Masken im Oberstufenunterricht tragen. Manchen Lehrkräften sei es schlichtweg zu anstrengend, ständig durch den Stoff zu reden. 

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