Nicht mehr lange, dann fahren die kleinen Züge zum letzten Mal durch das Alexa in Mitte. Loxx, nach eigenen Angaben drittgrößte Modelleisenbahnanlage der Welt, wird am 31. August geschlossen. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, sagte der Eigentümer, der Berliner Rechtsanwalt Stefan Göddeke, am Mittwoch. „Aber ich musste mich entscheiden“ – gegen den Weiterbetrieb. 18 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz.

Vor 13 Jahren waren die Loks und Wagen im Maßstab 1:87 erstmals ins Rollen gekommen. 2007 zog die Miniaturwelt ins Einkaufszentrum Alexa, dessen rosafarbene Fassade sich am Stadtbahnviadukt entlangzieht. Die Ost-West-Strecke findet sich auch auf der mehr als 800 Quadratmeter großen Modellbahn wieder – wie andere Berliner Bauten. Heute gibt es 4 200 Meter Gleis und 200 Züge. Zwischen tausend Gebäuden sowie 45.000 Bäumen und Büschen tummeln sich 50.000 Figuren.

„Ich habe ein Zeitproblem“

Als Spielzeug sind Modellbahnen aus der Mode gekommen. Trotzdem ist die Zahl der Besucher ist zuletzt sogar gestiegen, so Göddeke. Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben die Ausstellung besucht. Doch der Abbau wird schon vorbereitet. „Am 17. September werden wir das Alexa verlassen“, sagt der 46-jährige.

„Ich habe ein Zeitproblem“, erklärt Göddeke. Er arbeite nicht nur als Anwalt, sondern halte weitere Unternehmensbeteiligungen. Zudem endet der auf zehn Jahre befristete Mietvertrag. Eine Verlängerung wäre möglich, doch die Miete sei bereits in den vergangenen zehn Jahren gestiegen – um rund 37 Prozent.

Für 749.000 Euro wird die Anlage bei Ebay zur Versteigerung angeboten. Doch am liebsten wäre es Göddeke, wenn ein Unternehmen sie übernimmt und weiter betreibt. Er spreche mit zwei Interessenten, einer komme aus Norddeutschland. Zunächst werde die Anlage gelagert. „Auf den Müll kommt sie nicht.“