Wir haben zu Hause so ein Tischgesprächsspiel, man könnte es „Was ist dein Preis?“ nennen. Wenn ein Familienmitglied bekennt, etwas extrem gruselig oder ekelhaft zu finden, folgt meist die Frage: „Für welchen Betrag würdest du das Grauen überwinden?“ Nein, behauptet meine Frau, sie könnte niemals allein im Keller unseres Mietshauses übernachten, auch nicht für 100.000 Euro und nach Inspektion durch einen Geisterjäger.

Am Sonntagmorgen – phantasiesensible Leser überspringen bitte diesen Absatz, Koprophagen lesen genüsslich weiter – warf ich angesichts des fast leeren Nutella-Glases die Frage auf, ab welcher Aufwandsentschädigung es eine Option wäre, sich das Gassi einer Dänischen Dogge aufs Croissant zu streichen. (Pardon, ich hatte Sie gewarnt!) Jedenfalls wollten auch Gattin und Sohn nicht darüber nachdenken, zumal beim Frühstück. Daraufhin gab ich bekannt, nicht ausschließen zu können, dass mein bisschen Würde solcherart zu haben wäre. Ein niedriger neunstelliger Betrag? Sieben Achtel aller Biontech-Aktien? Ich könnte so viel Edles damit tun. Gottlob ist kein Sadist in Sicht, der sein Erspartes investiert, um es drauf ankommen zu lassen.

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