Berlin-Anderthalb Stunden, bevor sein Zug geht, erst nach Mannheim und dann weiter nach Paris, kommt Frank Doucet am Berliner Hauptbahnhof an. Mit der einen Hand zieht er einen Rollkoffer, darin sitzt seine Katze Medusa. In der anderen Hand hält er eine Plastiktüte mit den Dingen, die nicht in den Umzugslaster sollten. Am Morgen hat Doucet beim Abschließen seines Pankower Cafés seine Brille verloren. Der letzte Blick auf die Stadt, die er so liebt, verschwimmt. Nach drei Jahren in Berlin hat Frank Doucet alles verloren. Sein Café, seinen Traum und auch den Ort, der seine neue Heimat sein sollte, für immer.
Insolvent wegen Corona: Au revoir, Monsieur Doucet
Der Besitzer des Charles et Paulin in Pankow schloss wegen Corona sein Café und verlässt pleite und desillusioniert Berlin. Ein Abschied.

Frank Doucet am Berliner Hauptbahnhof, kurz vor der Abfahrt nach Frankreich. Er betrieb ein kleines Café in Pankow.Gerd Engelsmann