Berlin - Anderthalb Stunden, bevor sein Zug geht, erst nach Mannheim und dann weiter nach Paris, kommt Frank Doucet am Berliner Hauptbahnhof an. Mit der einen Hand zieht er einen Rollkoffer, darin sitzt seine Katze Medusa. In der anderen Hand hält er eine Plastiktüte mit den Dingen, die nicht in den Umzugslaster sollten. Am Morgen hat Doucet beim Abschließen seines Pankower Cafés seine Brille verloren. Der letzte Blick auf die Stadt, die er so liebt, verschwimmt. Nach drei Jahren in Berlin hat Frank Doucet alles verloren. Sein Café, seinen Traum und auch den Ort, der seine neue Heimat sein sollte, für immer.

Stephanie F. Scholz
Dauerhaft geschlossen

Die Berliner Zeitung dokumentiert in den kommenden Wochen, welche Restaurants, Bars und Cafés infolge der Corona-Maßnahme dauerhaft schließen müssen. Was hat diese Orte besonders gemacht? Wie haben die Betreiber die Pandemie erlebt und wie geht es für sie weiter? Wir wollen wissen, wie sich die Stadt durch Corona verändert, und anfangen, darüber nachzudenken, wie es danach weitergeht.

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