Berlin - Lars Eidinger, verkleidet mit Wollmütze und FFP2-Maske, kann am Stuttgarter Platz in jede Himmelsrichtung zeigen und erzählen: Dort (Süden) wohne der Europarat-Abgeordnete Martin Sonneborn, sagt Eidinger. Dort (Osten) sei die Kommune 1 gewesen, dort (Norden) wurde die grüne Partei gegründet – und getrunken hätten alle im Lentz. Er selbst habe im Lentz viele seiner Regisseure zum ersten Mal getroffen. Nicht dass es ein Test gewesen wäre, aber er wollte sehen, wie die Menschen auf den Ort reagieren. „Chris Kraus saß hier mit mir und wir haben das Drehbuch zum ersten Mal besprochen“, sagt Eidinger. Mit Kraus drehte er den Film „Die Blumen von Gestern“, in dem er einen misanthropischen Nazi-Nachfahren spielt. Der Abend im Lentz muss gut gewesen sein. Eidinger hat dann ein weiteres Kraus-Buch als Hörbuch gesprochen.

Illustration: Stephanie F. Scholz
Dauerhaft geschlossen

Die Berliner Zeitung dokumentiert in den kommenden Wochen, welche Restaurants, Bars und Cafés infolge der Corona-Maßnahmen dauerhaft schließen müssen. Was hat diese Orte besonders gemacht? Wie haben die Betreiber die Pandemie erlebt und wie geht es für sie weiter? Wir wollen wissen, wie sich die Stadt durch Corona verändert, und anfangen, darüber nachzudenken, wie es danach weitergeht.

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