„Dealer, verpisst euch“: So will die CDU in Berlin-Britz gegen Drogenhandel vorgehen

Mit drastischen Worten will der CDU-Ortsverband in Berlin-Britz gegen Drogendealer vorgehen. „Dealer, verpisst euch! Wir klauen euren Scheiß aus euren Verstecken! Haut ab!“, heiß es unter anderem auf Zetteln, die laut dem Vorsitzenden Christopher Förster an Laternenmasten in Britz hängen und im Bürgerbüro verteilt werden sollen. Nach Beschwerden von Bewohnern habe sich sein Ortsverband entschlossen, bewusst provokant gegen das Problem vorzugehen. Die Zettel sind auch in arabischer und englischer Sprache verfasst und wurden auch im Internet verbreitet. Am 14. Oktober sei zudem ein Bürgerstammtisch zum Thema geplant.

Hunderte Spritzenfunde im Buschkrugpark, dem Akazienwäldchen und in Britz-Süd zeigten deutlich, dass der Drogenhandel aus Nordneukölln in den Süden gelangt sei, heißt es in der Einladung. Britz gehört zu den südlichen Ortsteilen von Neukölln und ist vergleichsweise beschaulich.

Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) hatte im „Tagesspiegel“ (Dienstag) kritisiert, dass sich das Drogenproblem vom Norden des Bezirks in den Süden verlagere. Selbst die zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Hufeisensiedlung ist betroffen. Eine Anwohnerin berichtete erst kürzlich in einem Nachbarschaftsforum von Drogenbestecken an einem Teich in der Siedlung. (dpa)