Berlin - Die Delegationen von SPD und Union haben sich in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, dass der Bau des Berliner Schlosses (Humboldtforum) unvermindert fortgesetzt werden soll. „Mit dem Berliner Schloss/Humboldtforum erhält Berlin als deutsche Hauptstadt einen zentralen städtebaulichen Ankerpunkt seiner historischen Mitte zurück“, heißt es in dem Bericht der Arbeitsgruppe „Verkehr, Bau und Infrastruktur“, der der Berliner Zeitung vorliegt.

„Nach der Grundsteinlegung im Juni 2013 hat nun unumkehrbar die Bauphase für diese kulturpolitische Visitenkarte unseres Landes begonnen, die wir erfolgreich zu Ende führen werden“, heißt es weiter.

Eine Debatte über eine geänderte Gestaltung des Schlosses, wie sie der Architekt Stephan Braunfels angestoßen hat, hat dem Papier zufolge keine Aussicht auf Erfolg. Die Bauarbeiten für das Schloss würden „zügig fortgesetzt“, haben Union und SPD festgehalten.

Braunfels fordert wie berichtet einen Baustopp für das Projekt. Der Münchner Architekt will eine Umplanung erreichen, um den Bau des Ostflügels zu verhindern. Der Ostflügel entsteht nach Plänen des Architekten Franco Stella in moderner Architektur. Die drei übrigen Fassaden werden nach historischem Vorbild rekonstruiert.

Braunfels will den Schlüterhof des Schlosses Richtung Fernsehturm öffnen. Er versetzt dafür in seinem Entwurf eine Barockfassade aus dem Schlüterhof von ihrem historischen Platz an einen anderen Standort. Dabei beruft sich Braunfels auf einen Entwurf um 1700, der Schlüter zugeschrieben wurde. Ob der Entwurf von Schlüter stammt, ist umstritten.

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