In der Affäre um die Zusammenarbeit des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) mit zwei umstrittenen Flüchtlingsheimbetreibern schießt sich nun auch die SPD auf Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ein. Auf einer Sondersitzung des Parlaments am Mittwoch verlangten mehrere Sozialdemokraten Aufklärung darüber, ob die privaten Firmen PeWoBe und Gierso sich auf Kosten der Steuerzahler bereichert haben. „Können Sie sicherstellen, dass dem Land kein Schaden entstand“, wollte der Abgeordnete Nikolaus Karsten wissen. Ülker Radziwill forderte Informationen über den vorliegenden Zwischenbericht der von Czaja hinzugezogenen Wirtschaftsprüfer. „Das ist das gute Recht des Parlaments“, sagte die Politikerin.

Doch Czaja blieb die meisten Antworten schuldig. Er will sich erst äußern, wenn der am 17. Juni erwartete Schlussbericht der externen Gutachter vorliegt. „Ich halte diese Sondersitzung für Effekthascherei“, sagte der Senator. Was wiederum der Abgeordnete Thomas Isenberg (alle SPD) zurückwies.

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